Was genau umfasst die kostenlose Selbstauskunft?
Alle gespeicherten Daten in Kurzform, etwa frühere Kredite (auch, wenn sie korrekt zurückbezahlt wurden) und Informationen über das Girokonto. Außerdem ist zu sehen, an wen die Informationen weitergereicht wurden.
Die kostenlose Selbstauskunft ist nicht zu verwechseln mit einer Bestätigung der Schufa, wie sie in Berlin beispielsweise manche Wohnungseigentümer vor Abschluss eines Mietvertrages verlangen. Der Grund: Die kostenlose Selbstauskunft ist formlos. Sie enthält viele konkrete Informationen, die der Vermieter gar nicht wissen muss. Und sie ist auch nicht „beglaubigt“ (Wasserzeichen).
Die Vermieter wollen meist eine so genannte „Bonitätsauskunft“ der Schufa haben. Die kostet 18,50 Euro.
Wie bekomme ich meine Schufa-Auskunft?
Vor allem im Internet ist die eigentlich kostenlose Selbstauskunft zum Spielfeld von teilweise windigen Geschäftemachern geworden, die dafür Geld verlangen.
Und das funktioniert so: Die Unternehmen haben Internet-Seiten eingerichtet, auf die man stößt, wenn man nach Stichworten wie „Schufa-Auskunft“ sucht. Die Anbieter leiten den Antrag aber nur weiter und berechnen für diese kleine Dienstleistung happige Gebühren. In einigen Fällen haben Kunden sogar bezahlt, aber nie ihre Auskunft bekommen.
Sicher und kostenlos ist es, sich direkt an die Schufa zu wenden. Beantragt werden müssen Auskünfte immer schriftlich, Formulare dazu gibt es direkt auf der Webseite (www.schufa.de). Die kostenlose Selbstauskunft verbirgt sich hinter der Formel „Datenübersicht nach § 34 BDSG“.
Dem ausgefüllten Formular muss man eine Kopie des Personalausweises beilegen. Das soll verhindern, dass Unbefugte die Daten einsehen. Informationen wie die Haarfarbe oder Größe kann man schwärzen.
Ist die Schufa das einzige Unternehmen, das solche Daten über mich sammelt?
Nein. Die Schufa ist zwar im Kreditbereich immer noch sehr wichtig, aber auch andere Unternehmen sammeln Informationen über Verbraucher. Wer aber bei einem Versandhaus bestellt oder beim Zahnarzt teuren Zahnersatz machen lässt, muss damit rechnen, dass Informationen eingeholt werden – etwa bei Creditreform oder Infoscore.
Auch diese Unternehmen sind laut Gesetz verpflichtet, einmal im Jahr kostenlos über die gespeicherten Daten Auskunft zu geben. Wer sicher gehen will, dass keine falschen Informationen im Umlauf sind, sollte dieses Recht in Anspruch nehmen.
SCHUFA Holding AG
Kormoranweg 5
65201 Wiesbaden
www.schufa.de
Tel.: (0611) 9278-0
Weitere Auskunfts-Unternehmen
Verband der Vereine Creditreform e.V.
Hellersbergstraße 12
D-41460 Neuss
www.creditreform.de
Tel.: (02131) 109-0
arvato infoscore GmbH
www.infoscore.de
Rheinstraße 99
76532 Baden-Baden
Tel.: (07221) 5040-1000
Bürgel Wirtschaftsinformationen GmbH & Co. KG
Gasstraße 18
22761 Hamburg
www.buergel.de
Tel.: 040 - 89 80 3 - 0