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Do, 24.05.2012 | 12:27 Uhr

Das ExpertenTeam

Glühbirne

Ab dem 01. September ist Schluss für die 75 Watt-Glühbirne, denn die EU will es so. Foto: dpa-Bildfunk

Die letzten Tage der 75-Watt-Glühlampe

Sie werden, wie schon im letzten Jahr die 100-Watt-Lampen, durch Energiesparlampen ersetzt. Teuer, giftig und lichtschwach. Die Bedenken gegen Energiesparlampen sind nicht gerade klein.  

Die klassische Glühlampe verbraucht viel Energie, erzeugt dafür aber verhältnismäßig wenig Licht und ist schnell kaputt. Nach einer Verordnung der Europäischen Union soll sie darum nach und nach aus dem Handel verschwinden.

Den Anfang machten im vergangenen Jahr alle matten Glühbirnen und solche mit 100 Watt oder mehr. Sie dürfen in der EU nicht mehr produziert oder eingeführt werden. Ab September 2010 gilt das Verbot auch für 75-Watt-Birnen. Allerdings: Händler dürfen Restbestände unbefristet weiter verkaufen. radioBERLIN hat darum den Test gemacht und sich in Geschäften umgesehen.

Gibt es klassische Glühbirnen überhaupt noch zu kaufen?
Ja. In den meisten Berliner Baumärkten sind derzeit noch viele Sorten zu haben, darunter viele Speziallampen. Allerdings: Die 100-Watt-Birne ist kaum noch zu kriegen. Und matte Glühbirnen sind generell aus den Regalen verschwunden. Einige Händler (etwa IKEA) sind komplett auf Energiesparlampen umgestiegen.

Bei kleinen Eisenwarengeschäften können Kunden mehr Glück haben: Bei unserer Stichprobe hatten beispielsweise die Läden C. Adolph am Savignyplatz (Charlottenburg), der Workshop in der Prenzlauer Allee (Prenzlauer Berg) und Wilhelm Sommermeyer in der Charlottenstraße (Lankwitz) noch gute Auswahl an verschiedenen Glühbirnen – auch in matt und auch als Ausführung mit 100 Watt. Die Preise sind allerdings teilweise gestiegen. In manchen Geschäften kostet eine klassische Glühbirne jetzt 30 Cent mehr als früher.

Lohnt es sich umzusteigen?
Oft, aber nicht immer. Vor allem in Räumen, wo lange das Licht brennt (etwa im Wohnzimmer) kann man viel Geld sparen. Rein rechnerisch kann das Ersetzen einer einzigen Glühbirne in zehn Jahren rund 150 Euro bringen, ständiges Ein- und Ausschalten (beispielsweise im Bad) verkürzt aber die Lebensdauer der meisten Lampen. In der Speisekammer, wo man nur gelegentlich den Lichtschalter drückt, kann ruhig weiter eine Glühbirne brennen. Geld sparen lässt sich dort durch einen Austausch nicht, weil die Anschaffungskosten einer Energiesparlampe relativ hoch sind.

Klassische Energiesparlampe, LED, Halogen – welche Lampe ist die Beste?
Die „Neuen“ verbrauchen unterschiedlich viel Energie. Nicht jede Lampe ist empfehlenswert!
Beispiel Halogen: Einige Hersteller bieten mittlerweile klare Lampen an, die tatsächlich auf den ersten Blick wie eine Glühbirne aussehen, innen aber statt eines glühenden Drahtes über Halogen-Technik verfügen. Bei Messungen der Stiftung Warentest stellte sich heraus: Strom lässt sich damit kaum sparen. Und einige billige Halogenlampen verbrauchten sogar mehr als klassische Glühbirnen!

Die Standard-Energiesparlampe ist da sparsamer. Auch sie hat zwar immer noch Nachteile: Sie benötigt ein paar Sekunden, um ihre volle Leuchtkraft zu entfalten. Andererseits ist sie technisch mittlerweile stark verbessert. So gibt es kühlere Lichttöne (etwa fürs Büro) und warme Lichttöne, die der Glühlampe entsprechen.

Noch sparsamer und sehr haltbar sind Lampen mit LED-Technologie. Ihr gehört wahrscheinlich die Zukunft. Momentan allerdings sind diese Lampen noch so teuer, dass sie wohl nur für Technik-Freaks in Frage kommen. Im Handel sind beispielsweise LED-Lampen, die einer Glühlampe entsprechen, aber 20 Euro kosten. Das ist dann ein teurer Spaß.

Stand vom 5.8.2010

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