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Do, 24.05.2012 | 12:05 Uhr | Jetzt läuft: Simple Minds - Don't You

Kino-Tipps

George Clooney in 'Ides Of March'; Foto: filmstarts.de/promo

The Ides of March – Tage des Verrats

Ein Politthriller mit George Clooney in der Rolle des Präsidentschaftskandidaten und den Machtspielen der Wahlkampfmanager.

Die Story
Stephen Meyers (Ryan Gosling) ist ein junger Wahlkampfleiter im Team des demokratischen Präsidentschaftskandidaten Mike Morris (George Clooney).

Der junge Mann ist im Politbusiness völlig unbekannt. Von den liberalen Botschaften seines Chefs ist er total begeistert und unterstützt ihn bedingungslos. Sein Einfallsreichtum ist dabei so groß und seine strategischen Entscheidungen sind so wirkungsvoll, dass dank seiner genialen Ideen die Demokraten bald die Nase vorn haben.

Da beschließt der gerissene Wahlkampfleiter des gegnerischen Teams, Tom Duffy (Paul Giammatti), den jungen Star-Wahlkampfleiter bei seiner Eitelkeit zu packen und ihn abzuwerben. Meyers macht den Fehler seines Lebens als er sich mit Duffy trifft, um abzusagen.

Aber das Treffen allein reicht schon, um in wenigen Tagen eine Lawine von dramatischen Ereignissen loszutreten, bei dem nicht nur die Ideale des jungen Manns auf der Strecke bleiben …

Die Darsteller
Ryan Gosling kann hier als Nachwuchs-Star aus Hollywood beweisen, dass er einer der ganz Großen ist. Grandios! Er ist der heißeste Oscaranwärter des Jahres.

George Clooney spielt den perfekter Präsidentschaftskandidaten mit versteckten Fehlern. Man könnte ihn sich übrigens tatsächlich sehr gut als amerikanischen Präsidenten vorstellen: Die politischen Inhalte, die er im Film vertritt, sind spannende, scharfe Kommentare auf die tatsächliche politische Situation in den USA.

Philip Seymour Hoffman und Paul Giamatti schlagen sich außerdem als konkurrierende, alt gediente Wahlkämpfer zynisch und schwergewichtig durch die Politik-Schlammschlacht – beide großartig!

Das Fazit
George Clooneys vierte Regiearbeit erinnert an 70er Jahre Polit-Thriller. etwas mehr Action wäre dabei ganz schön gewesen. THE IDES OF MARCH – TAGES DES VERRATS ist so ein kluger, scharfer Kommentar auf das demokratische Politbusiness. Packend, politisch, sehr sehenswert.

Frauke Gust

Der Titel bezieht sich auf ein Shakespeare-Zitat aus Julius Cäsar. Cäsar wird vor seiner Ermordung von einem Wahrsager gewarnt: „Beware the Ides of March“ – hüte dich vor den Iden des März. Die Iden sind die Tage um den 15. März.






Bewertung der Redaktion:

Stand vom 22.12.2011

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