Die Story
KLITSCHKO zeigt, wie und wo die beiden Brüder aufgewachsen sind, an ständig wechselnden Wohnorten in der Sowjetunion. Der Vater ist beim Militär, die Jungs werden schon früh ein aufeinander eingespieltes Team. Alte Videofilme und vor Ort gedrehtes Material zeigen die alten Plattenbauten in Kiew, die einmal ihr zu Hause waren. Auf Fotos sind die beiden Jungs in der Disco zu sehen: jeder hat gleich zwei Mädchen im Arm: damals wurden sie nur die Panther genannt!
Man sieht Vitali bei seinen Anfängen im Kickboxen und dann jede Menge Ausschnitte aus ihren späteren großen Kämpfen, den blutigen Schlagabtausch zwischen Vitali gegen Lennox Lewis. Drastische Nahaufnahmen zeigen ganz genau was mit einem Gesicht passiert , wenn eine Klitschkofaust reinhaut. Die Brüder verraten dabei das Geheimnis ihres Erfolgs und wirken wie professionelle Filmstars mit dem ganzen Charme und Witz, den man von ihnen kennt.
Die Darsteller
Neben Vitali und Wladimir kommen auch die Eltern zu Wort. Die Trainer der beiden erzählen von Unterschieden, Gemeinsamkeiten und einem Trainingszerwürfnis zwischen den Schwergewichtskämpfern. Weitere Boxer wie Lennox Lewis, Lamon Brewster und Chris Byrd erzählen von ihren Begegnungen mit den Klitschkos im Ring.
Das Fazit
KLITSCHKO ist spannend, weil man etwas über das System Klitschko erfährt: über den Familienzusammenhalt, der das Geheimnis ihres Erfolgs ist. Mutter und Vater kommen im Film zu Wort. KLITSCHKO ist da fast ein bisschen so, als hätten uns die Brüder mit nach Hause ins Wohnzimmer eingeladen und man würde mit ihnen zusammen Ausschnitte aus ihren großen Kämpfen anschauen, die sie entsprechend kommentieren. Was besonderen Spaß macht, ist die sympathische lockere Nähe. Weniger gelungen sind Szenen, in denen die Brüder zu Helden mit, Zitat „Intelligenz und Vernichtungswillen“, überhöhnt werden. Insgesamt wäre weniger Pathos mehr gewesen.
Klitschko
Regie: Sebastian Dehnhardt
Länge: 116 Min.
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Start: 16.06.2011