Die Story
London zur Zeit Elisabeths der Großen. Die Menschen lieben das Theater. Auf politisch brisante Bezüge reagiert das Publikum direkt und mit größter Empörung. Der Adlige Edward de Vere, Lord of Oxford (Rhys Ifans), der aus Gründen der Etikette nicht mit dem Theater in Verbindung gebracht werden will, spricht den Bühnenautor Ben Jonson (Sebastian Armesto) an, um unter seinem Namen politisch hochbrisantes Material zu veröffentlichen, aber Jonson lehnt ab.
Ein mittelerfolgreicher sehr eitler Schauspieler, ein gewisser William Shakespeare (Rafe Spall), nimmt das Angebot dagegen nur allzu gern an. Die Stücke des Adligen werden unter seinem Namen aufgeführt. Während „Shakespeare“ die größten Erfolge feiert, entdeckt Jonson welche Abgründe, Machtintrigen und heimliche Liebschaften hinter den Geschichten des Earls of Oxford stecken. Weil auch die Queen (Vanessa Redgrave/Joely Richardson) darin verwickelt ist, sind die „Shakespeare“ Stücke Sprengstoff für die Frage nach der Thronfolge.
Die Darsteller
Die legendäre Vanessa Redgrave ist mit 74 immer noch faszinierend als Queen, ihre Tochter Joely Richardson spielt die Queen in jungen Jahren. In der Rolle von Edward de Vere, Graf von Oxford glänzt Kultstar Rhys Ifans, der als schräger Mitbewohner von Hugh Grant in der Komödie Notting Hill berühmt wurde. Hochgradig schnuckelig ist Jamie Campbell Bower als junger Graf von Oxford. Weibliche Teenie-Kinofans kennen ihn aus der TWIGLIGHT VAMPIR Saga.
Das Fazit
Die Story verwickelt sich zu umständlich in die politischen Machtspielchen der Zeit. ANONYMUS beeindruckt aber als ganz großes Kostümkino. Für den klassischen Emmerich-Großkatastrophen-Fan ist es gar nix, der muss auf den nächsten Weltuntergang warten.
Anonymus
Regie: Roland Emmerich
Darsteller: Rhys Ifans, Vanessa Redgrave, Sebastian Armesto u.v.a.
Länge: 130 Minuten
FSK ab 12 freigegeben