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Do, 24.05.2012 | 10:43 Uhr

Bücher-Tipps

Buchcover wir waren jung und brauchten das geld. foto:amazon

Wir waren jung und brauchten das Gel

Von Clearasil bis Tamagotchi, von Lambada bis Arschgeweih: Die größten "Verbrechen", die wir in unserer Jugend begangen haben zum Lachen, Schämen und im Nostalgie-Rausch schwelgen.

Jugendsünden sind doch was richtig Schönes, solange sie sich auf Mode und Autos und so was beschränken. Weil man sich später so lustig schämen kann deswegen, und es war trotzdem toll, einfach weil man jung war. So verhält es sich beispielsweise mit den Schulterpolstern, den aufgekrempelten Jacket-Ärmeln und den aufgeblasenen Föhnfrisuren der 80er, die ja wohl sowieso das Jahrzehnt der Modesünden bleiben. Aber schön war's eben doch.

Früher und später war's aber auch schön schlimm, deswegen hätte ich mir gewünscht, die Jugendsünden wären nach Jahrzehnten eingeteilt - egal, nach Alphabet geht ja auch. Alf zumBeispiel. Kennt ja wohl kein Mensch mehr, diese außerirdische verwuschelte Serienfigur - war aber mal richtig angesagt. In den 80ern. Ich sag's ja. Genau wie "Dallas" und "Denver-Clan".

Da gab's Anrufverbot selbst in den verwegensten Studenten-WGs - aber Dallas und Denver fehlen hier, sehr zu Unrecht, für diese Jugendsünde schämt sich doch noch heute mancher Studienrat. Aber, zugegeben, auch Flanellhemden waren schön schlimm, genau wie Brustbeutel, Schnäpse mit Geschmack wie "Saurer Apfel", Norwegerpullis, Pyjamaparties und Plateauschuhe. War alles schrecklich, kommt alles wieder.

Und jeder kann diese Liste ins Unendliche fortsetzen, am Besten in Gesellschaft, leises Schämen und lautes Gelächter sind garantiert.

Monika Burghard

Wir waren jung und brauchten das Gel - Das Lexikon der Jugendsünden
Autorin: Lisa Seelig
Broschiert: 255 Seiten
Verlag: Fischer (Tb.)
ISBN-10: 359618987X
Preis: 8,99 Euro



Bewertung der Redaktion:

Stand vom 14.8.2011

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