Im Zweifel ein Klassiker
Das Meiste ist ja sowieso von Schiller. Oder von Shakespeare. Der Rest ist Schweigen, es stinkt zum Himmel, in der Kürze liegt die Würze, Sein oder nichtsein, es ist was faul im Staate Dänemark, viel Lärm um nichts, Ende gut, alles gut, gut gebrüllt Löwe - alles Shakespeare.
Das Maß ist voll, dem Manne kann geholfen werden, der Mohr hat seine Schuldigkeit getan - Schiller. Drum prüfe wer sich ewig bindet, wehe wenn sie losgelassen, da werden Weiber zu Hyänen, wo rohe Kräfte sinnlos walten - alles aus der "Glocke".
Weitkommen mit Wallenstein
Viel braucht man anscheinend nicht, um sich so richtig gebildet zu geben. Wallenstein ist eine echte Fundgrube, hier haben wir die schönsten Sprüche und müssen's gar nicht lesen.
Der Mensch wächst mit seinen Aufgaben, Leben und leben lassen, der langen Rede kurzer Sinn, es ist noch nicht aller Tage Abend, dem Glücklichen schlägt keine Stunde, die Sterne lügen nicht, ich kenne meine Pappenheimer, nur über meine Leiche. Alles Wallenstein.
Eigentlich unglaublich, so ein selten gelesenes und gespieltes Stück, und trotzdem kennt man eigentlich alles.
Hohle Gasse
Genau wie bei Wilhelm Tell: Tu, was du nicht lassen kannst, der brave Mann denkt an sich selbst zuletzt, der kluge Mann baut vor, der Starke ist am mächtigsten allein - und sogar dies: Wir sind ein Volk! Alles bei Schiller.
Auch sehr ergiebig: Märchen, Filme, Schlager und Werbung. Hier können wir alles nachschlagen, hier werden wir geholfen.
Monika Burghard
Wolfgang Seidel
"Wie kam der Sturm ins Wasserglas?
Zitate, die zu Redewendungen wurden"
dtv
12,90 Euro
