Schluss mit heiler Welt
Wenn die Kinder erstmal groß sind und aus dem Haus, dann dürfte es sie ja wohl nicht mehr so hart treffen, dass sich die Eltern trennen. Denkt man sich so. Stimmt aber nicht.
Als Veronica erfährt, was zu Hause passiert ist, versteht sie die Welt nicht mehr. Ihre Welt, die bis dahin schön heil war. Bis Vater Dan unverhofft früh von der Arbeit kommt. Und in seinem Bett den Dachdecker findet, jung, gutaussehend und schlafend. Dan reagiert schnell und heftig, obwohl Natalie, seine Frau, versichert, es sei alles ganz anders, als es aussieht.
Das Leben sortiert sich neu
Dan wirft sie aus dem Haus mitsamt dem alten Familienhund und hat von da an nur noch eins im Sinn: Sie zu runieren. Das klappt auch - fast. Natalie muss bei Veronica unterkriechen, die wohnt im College und hat für eine obdachlose Mutter weder im Zimmer noch in ihrem Leben Platz.
Die ältere Schwester ist vorschriftsmäßig verheiratet und macht auch sonst alles richtig, da ist wenig Unterstützung zu holen. Und Vater Dan ist eisenhart, er tröstet sich schnell mit einer neuen Frau und interessiert sich wenig für seine Erst-Familie.
Fazit
Dass selbst aus einer solchen Komplett-Misere für alle Beteiligten doch noch was werden kann, ist erstmal nicht abzusehen, passiert aber und ist vollkommen glaubwürdig erzählt, ohne schmalziges Happy-End.
Monika Burghard
Laura Moriarty
"Weil wir glücklich waren"
Bastei Lübbe
8,99 Euro
