Saubande - Ein Schweinekrimi
Robert und Dörthe, eine Handvoll Schweine und ein alter Bauernhof, Idylle pur. Von wegen: eines nachts liegt Robert, berühmter Maler, mit einem Messer im Rücken im Stall. Kim, das kluge Hauschwein, überlässt nicht allein der Polizei die Ermittlungen.
So ein schönes Motto vorn drin: "Hunde schauen zu uns auf, Katzen auf uns herunter. Schweine aber betrachten uns als ihresgleichen." Winston Churchill. Ist also kein Wunder, dass die Schweine in diesem Krimi auch komplett verschieden sind: Kim ist Deutsche Landrasse, fährt gern Auto und verabscheut Fleischfresser, das kann man nachfühlen.
Che - da ist der Name Programm, Che ist ein Husumer Protestschwein, was keine echte Rasse ist, sondern ein Charakter, Che träumt von der großen Schweinerevolution; Brunst ist bloß ein Sattelschwein und träumt vom großen Fressen, Doktor Pik ist der Älteste in der Schweinekommune und Cecile das jüngste, ein Minischwein, die sollen besonders raffiniert sein; und noch Lunke, der eigentlich Halunke heißt, sich für besonders attraktiv hält und große Reden schwingt. Also, alles wie bei uns.
Es wirken natürlich auch Menschen mit, aber Haderer, der Gärtner, spricht nicht gern und Kaltmann, der Metzger, naja, er riecht nach Blut, muss man mehr sagen. Trotzdem könnte alles zeimlich friedlich sein auf dem Hof des Malers Robert Munk, wenn der nicht eines Nachts ein Messer im Rücken hätte, das ist ungesund und er überlebt es auch nicht. Und weil - im Gegensatz zu uns - die Schweine ordentlich zusammenhalten, finden sie schneller eine Spur zu Täter und Motiv als Kroll und Eberbach, die beiden Polizisten. Schräg und lustig. Folge zwei nächste Woche.
Autorin: Monika Burghard
Saubande - Ein Schweinekrimi
Autor: Arne Blum
Taschenbuch: 368 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag
ISBN-10: 3442374790
Preis: 8,99 Euro
