Halbes Duo
Nun sind sie schon seit rund 40 Jahren auseinander, aber immer noch scheint da was zu fehlen, bei "Simon" - es fehlt eben Garfunkel.
Die gehörten zusammen wie Tom und Jerry, so nannten sie sich auch in der ganz frühen Phase, Mitte der 50er in Queens / New York, da kamen sie beide her.
Vom Rock zum Ruhm
Zu der Zeit spielten sie noch so eine Art Rock 'n Roll und waren nicht besonders berühmt, bis Januar 1966. "Sounds of Silence". Der ganz große, ganz leise Knaller. Von da an nur noch Hits, vier Jahre lang.
1970 trennten sich Simon & Garfunkel, weil Paul das so wollte, dabei waren sie da gerade auf der Höhe ihres Ruhms, noch 1971 räumten sie beim Grammy so ziemlich alle wesentlichen Preise ab, für "Bridge over troubled Water".
Aber für die beiden gab es keine Brücke mehr, über die sie hätten gehen können. Paul Simon sagte später sinngemäss, im Grunde habe er sowieso alles allein gemacht, und Artie hätte halt bloß mitgesungen.
Getrennte Wege - konsequent
Wieder eine Legende platt, bei den Beatles hat es nicht geklappt, bei Simon & Garfunkel dito. Paul machte also allein weiter, aber doch nie wieder so erfolgreich wie mit Art Garfunkel.
1990 wurden die beiden - also Duo - in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen, da hatten sie schon seit Jahren keinen Kontakt mehr miteinander.
Paul stichelte rum bei der glamourösen Aufnahmefeier im Waldorf Astoria, das Publikum wurde nervös, entspannte sich erst, als die beiden - völlig professionell - ihre alten Hits sangen. Dann verließen beide die Veranstaltung wortlos und getrennt.
Seitdem, seit zwei 40-jährigen Solokarrieren, die auch nicht ohne waren, seitdem fehlt immer einer, wenn der andere genannt wird. Paul Simon. Geht nicht ohne Art Garfunkel.
Monika Burghard
Marc Eliot
"Paul Simon - Die Biografie"
Edel-Verlag
24,95 Euro
