Wie im TV-Leben
Herbert und Herbert: Wir glauben ja längst, sie gut zu kennen, schließlich haben wir sie als treue Polizeiruf-Gucker demnächst 50 mal anderhalb Stunden lang beobachet. Aber hinter diesen Herberts stecken halt doch noch zwei andere.
Bloß: Hier unterhalten sich Jaecki und Wolfgang doch ziemlich genau wie Herbert und Herbert. Gleich im ersten Gespräch zicken sie sich ganz schön an, Kumpels eben, die sich schon lange und gut kennen und auch mal Frechheiten riskieren können, ohne dass der andere beleidigt ist. Wollen wir jedenfalls hoffen.
Schauspieler-Geschichten
Sie erzählen nicht nur vom Polizeiruf, auch viel von füher, genau wie Marie Gruber, im Film als Rosamunde Weigand unerverzichtbar bei der Spurensicherung.
Sie kennt beide schon seit Ewigkeiten und weiß auch, dass sie mal Konkurrenten waren um die Hauptrolle in "Ich war Neunzehn", das war der große Durchbruch für Jaecki Schwarz, 1968.
Jede Menge Anekdoten gibt's über Dreharbeiten, über Begegnungen mit anderen prominenten Kollegen und Kolleginnen, und zu jedem einzelnen Polizeiruf, den sie gemacht haben zusammen, ein paar Bemerkungen: Ob's lustig war oder unbequem, ob das Drehbuch richtig gut war oder bloß so mittel, und auch wenn die Auflösung des Falles im Grunde einfach Quatsch war, wird das nicht verschwiegen.
Für alle Freunde des Polizeirufs aus Halle: Macht Spaß zu lesen.
Monika Burghard
Andreas Kurtz
"Mit dir möchte ich nicht verheiratet sein -
Ein Gespräch mit Jaecki Schwarz znd Wolfgang Winkler"
Eulenspiegel-Verlag
17 Euro
