Ich.darf.nicht.schlafen.
Ein Albtraum: Die junge Frau hat ihr Gedächtnis verloren, es gibt nur heute - kein gestern. Im Schlaf löschen sich alle Erinnerungen. Spannend, unheimlich und nichts für schwache Nerven.
Ohne Erinnerungen
Für Christine gibt es nur einen einzigen Tag: Heute. Kein Gestern, kein Morgen. Wenn sie aufwacht, fragt sie sich, in wessen Zimmer sie geschlafen hat, wessen Morgenmantel an der Tür hängt und wer der Mann ist, der neben ihr liegt.
Christine hat ihr Gedächtnis verloren, sie hat keine Erinnerungen an früher und, was noch schlimmer ist, ihr Gehirn speichert auch jetzt nichts ab, wenn sie schlafen geht, ist alles weg - gelöscht. Am nächsten Morgen beginnt der Horror von vorn. Fremdes Zimmer, fremder Morgenmantel, fremder Mann.
Therapie mit Tagebuch
Christine kann froh sein, in dieser erbärmlichen Lage einen guten Therapeuten zu haben und einen fürsorglichen Ehemann, Ben, der nicht die Nerven verliert, wenn er ihr jeden Morgen die Welt neu erklären muss. Ein Unfall war schuld, sagt er, seitdem ist das so mit Christine.
Sie stolpert in diesem Albtraum herum, es sieht so aus, als gäbe es keinen Ausweg - nur vielleicht das Tagebuch, das sie führt, weil der Therapeut dazu geraten hat. Allerdings: Auch daran muß er sie erinnern.
Christines Speicher ist erstmal leer, aber das muß nicht so bleiben. Wenn im Schlaf der Löschvorgang abläuft - dann schläft man eben nicht mehr. Dann sammelt man kleine und kleinste Informationen, bis sich eine Spur auftut, eine Spur von Verrat und tiefer Gemeinheit.
Hochspannend, unheimlich, geht richtig an die Nerven. Und hat kein richtig gutes Ende.
Monika Burghard
Steve Watson
"Ich.darf.nicht.schlafen."
Scherz-Verlag
14,95 Euro
