Ein reines Gewissen
Die Beamten der »Internen Ermittlungen« haben innerhalb der Polizei keinen leichten Stand, schließlich nehmen sie ihre eigenen Kollegen ins Visier. Daher will auch bei Malcolm Fox und seinem Team in Edinburgh keine Feierstimmung aufkommen, als sie wieder einmal einen korrupten Officer überführen konnten.
Die internen Ermittler sind bei ihren Polizeikollegen in Edinburgh alles andere als beliebt, "Leisetreter" werden sie genannt und "Schleicherbrigade". Dabei ist Malcolm Fox eigentlich ein netter Kerl, ruhig und zuverlässig, er trägt Hosenträger, weil er keine Gürtel mag, er besucht regelmässig seinen alten Vater im Pflegeheim und macht sich Sorgen um seine Schwester.
Die hat einen Mann, den er nicht leiden kann, und verdächtig oft blaue Flecken. Soweit, so privat, im Dienst allerdings kennt Malcolm Fox keine Verwandten, unerbittlich bekämpft er Rassismus und Korruption in den eigenen Reihen, sehr erfolgreich bisher. Deshalb bekommt auch gerade er den Fall mit der Kinderpornographie.
Eigentlich was für die Abteilung "Kinderschutz", an deren Tür eine Warnung hängt: "In diesem Raum kann man auf beunruhigende Geräusche und Bilder stoßen. Bei der Arbeit an Bildschirmen ist die Anwesenheit von mindestens zwei Personen erforderlich." So schrecklich ist das, was die Ermittler da zu sehen kriegen, und in so was ist, wie es aussieht, ein Polizist verwickelt.
Fox muss ran, und als auch noch sein widerwärtiger Schwager erschlagen wird, hat er ein Problem mehr: Er wird selbst verdächtigt. Sehr spannend, viel Edinburgh-Atmosphäre - und ein überraschender Schluss.
(Monika Burghard)
Ein reines Gewissen
Gebundene Ausgabe: 512 Seiten
Verlag: Manhattan (1. März 2010)
ISBN-10: 3442546508
Preis: 19,95 Euro