Statt Wahrheit der Tod
Martin Grove ist tot, hingerichtet mit einem Kopfschuss, seine Leiche liegt in der Küche - und die halbe Zunge fehlt. Rausgerissen, rausgeschnitten - das muss jetzt der Pathologe klären.
Chief Inspector Jacobson und Sergeant Kerr kennen den Namen des Toten gut, jeder hier in Crowby, Mittelengland, kennt ihn: Vor 20 Jahren war Martin Grove ins Gefängnis gekommen, verurteilt wegen Mordes an der attraktiven Claire, damals war Martin 19.
Vor fünf Jahren kam frei, wegen erwiesener Unschuld. Und er hatte nur eins im Kopf: Den wahren Mörder finden. Es ging ihm nicht um Rache, nur um die Wahrheit.
Was geschah in Claires Cottage?
Zumindest ist es das, was er aufgeschrieben hat, das, was wir mitlesen können, alles über sein Leben vorher und nachher, vor dem Mord und danach.
Vorher, das war das Leben in Claires Cottage, mit einem Haufen anderer junger Leute, die zusammen gegen die Nato-Nachrüstung kämpften, mit Demonstrationen und gelegentlich auch ein bißchen militant.
Nachher - das war Grübeln, Meditieren, Warten. Und da wissen wir schon längst mehr als die Polizei, denn Martins Aufzeichnungen sind erstmal verschwunden.
Lose Fäden und ein überraschendes Ende
Inspektor Jabson hat einen zweiten Fall am Hals: Eine junge Frau liegt tot im Wald, erschossen, halbe Zunge weg - alles genau wie bei Martin Grove. Drei unaufgeklärte Morde mit dem an Claire damals, die irgendwie zusammenhängen, und die Hintergründe liegen, wie so oft, weit, weit in der Vergangenheit, von der heute keiner mehr was wissen will.
Solide Krimikost mit überraschendem Ende.
Monika Burghard
Ian McDowall
Die Toten von Crowcross
dtv
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