Berühmte Väter und ihre Kinder
Der Sohn des Kaisers brachte sich um, aus dem Sprössling des reichen Amerikaners wurde der Präsident. Ein Blick auf die Kinder und dem Druck, prominent geboren zu sein.
Erfolgsdruck
Zugegeben, es ist die Schlüsselloch-Perspektive: Wir wollen mal wieder was wissen von hinter den Kulissen - aber bei Leuten, die so öffentlich gelebt haben und leben, ist das ja auch kein Wunder.
John F. Kennedy dürfte wohl das prominenteste Kind sein, dessen Verhältnis zum Vater hier ausgeleuchtet wird. Joseph Kennedy war reich geworden, manche sagen, durch Alkoholschmuggel im Amerika der Prohibition, aber angesehen wird man durch sowas eben nicht, bloß reich.
Und angesehen wollte er sein, dieser Kennedy Senior, der ein Kind nach dem anderen in die Welt setzte, vermutlich zu seinem Mißbehagen nicht alles Söhne, aber die Söhne mußten es bringen. Präsident von Amerika war das Wenigste. Da war ordentlich Druck dahinter, und Widerstand war zwecklos.
An der Prinzenrolle gescheitert
Bei Kaiser Franz Joseph von Östserreich war es ganz ähnlich. Sein Sohn, Kronprinz Rudolf, wurde dressiert von Anfang an. Ziel der Dressur: Kaiser sein.
Aber Rudolf hatte, salopp gesagt, wenig Lust auf Kaiser, wenig Lust auf die eher häßliche Prinzessin, die er heiraten mußte, wenig Lust auf diese merkwürdige Rolle als Kronprinz: Noch nichts zu sagen, aber immer in monarchischer Lauerstellung.
Rudolf brachte sich um, der Kaiser war angemessen erschüttert, aber uneinsichtig.
Das Los der Töchter
Frank Sinatra war auch nicht gerade ein Vorzeigevater, meistens abwesend, seine Tochter Nancy hat ihn trotzdem verehrt wie einen Gott. So ist das bei Töchtern meist offenbar, bei Tina Onassis, auch bei Tussy Marx, Tochter von Karl Marx.
Über die Väter und Überväter kommt man nicht so leicht weg, egal ob prominent oder nicht.
Monika Burghard
Marie-Luise von der Leyen
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Piper
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