Berlin-Sagen
Teils schaurig, teils lustig. Berliner Stadtgeschichte mit Adressen, wo's spukt und nächtliche Gesänge den Schlaf rauben.
Berliner Grusel
Schon mal von der Rippe am Molkemarkt gehört? Von der weißen Frau im Berliner Schloß? Vom Holzmännchen von Schmargendorf oder den Seiltänzern auf dem Gendarmenmarkt? Vermutlich nicht, und da wird's Zeit.
Singende Wassermänner und spukende Frauen
Die Berlin-Sagen sind alle nicht sehr lang, aber dafür schön gruselig - ein ganz neues Stadtpanorama.
Am Lietzensee zum Beispiel, da kann man in hellen Sommernächten ein Singen hören. Das ist der Wassermann, der sitzt auf dem Kirchturm eines untergegangenen Dorfes. Er hat es versinken lassen, weil die Dorfbewohner ihn und seine Frau trotz guter Taten sehr schlecht behandelt haben.
Ist vermutlich lange her, aber beim nächsten Spaziergang rund um den braven Lietzensee werden wir dran denken.
Im Haus Potsdamer Straße 100 hat es gespukt, weil eine böse Frau ihre zwei Stieftöchter dort ermordet hat. Die gibt es noch, die Potsdamer 100, aber die Geister wurden später erfolgreich verjagt.
Sowas steht ja nie in der Zeitung, ist doch auch wichtig.
Freundliche Hasen
Wie kam das Haus Brüderstraße 10 zum Namen "Galgenhaus", was wollte der dreibeinige Hase mit den feurigen Augen im königlichen Schloss und wo sind die freundlichen Zwerge von der Hasenheide geblieben?
Antworten im Berliner Sagenbuch, zum Teil gruselig, zum Teil lustig - und fast alles mit konkreter Anschrift. Fröhliches Spuksuchen.
Monika Burghard
Gisela Griepentrog
"Berlin-Sagen"
Verlag für Berlin-Brandenburg
16,90 Euro
