Zehn Tipps, das Morden zu beenden und mit dem Abwasch zu beginnen
Toxic ist Gift für seine Kunden. Er ist Auftragskiller in New York. Schräg und chaotisch, mit schwarzem Humor, Komik und einem Schuss Schaudern.
Killer-Kumpel
Zugegeben, so richtig wollte ich da nicht ran. Ein Auftragskiller aus New York erzählt von seinen Berufsproblemen, das klingt doch geradezu geschmacklos.
Und dann? Dann war Toxic quasi von Seite 1 an ein Kumpel, einer, der zwar mordsmäßig angibt die meiste Zeit, wie cool er das und jenes so erledigt hat und dass ihm am Ende sowieso keiner was kann.
Killer-Komik
Er ist ein Angeberkumpel mit Witz, und wenn er mit seiner Obercoolheit von einer Pleite in die andere gerät, dann kriegt er davon nicht mal schlechte Laune. Am Ende können sie ihm tatsächlich alle nichts.
Toxic ist ein Meister seines Fachs, Spitzenreiter in der ewigen Tabelle der Auftragskiller, aber bei ihm klingt das ein bißchen wie beim tapferen Schneiderlein: 7 auf einen Streich und so.
Toxics berufliche Zwischenbilanz klingt so: "Fehlschüsse können in meiner Branche tödlich sein. Wer will schon eine angeschossene beleidigte Leberwurst, die durch die Stadt tobt... Die Leute reagieren nun mal ziemlich genervt, wenn sie merken, dass man sie umbringen will." Ich find das komisch.
Killer-Chaos
Wenn Toxics Chef Dikan meint, sich dumm stellen sei die beste Tarnung, dann hält Toxic dagegen: "Für Dumme ist Dummheit keine gute Tarnung".
Er ist natürlich nicht dumm, deswegen schafft er es auch, noch auf dem Flughafen dem FBI zu entkommen. Er besorgt sich auf der Flughafentoilette - ein Schlag auf den Hinterkopf reicht - die Papiere eines anderen Passagiers und ist jetzt Prediger auf dem Weg nach Reykjavik.
Das wär ja wohl in Europa, meint Toxic und fliegt los - in ein neues, schräges und chaotisches Leben.
Auftragskiller-Literatur - kann sehr komisch sein.
Monika Burghard
Hallgrimur Helgason
"Zehn Tipps, das Morden zu beenden und mit dem Abwasch zu beginnen"
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