Landkreis Dahme-Spreewald
Taxistreit um Flughafen Schönefeld eskaliert
Der Streit um die Taxigäste am Flughafen Schönefeld geht in eine neue Runde.
Der Landkreis Dahme-Spreewald kündigte die Verordnung zwischen Berlin und dem Landkreis zum Ende des Jahres. Damit können Berliner Taxifahrer ab Januar am Flughafen Schönefeld keine Fahrgäste mehr aufnehmen. Umgekehrt gilt das auch für Fahrer aus dem Landkreis, die dann vom Berliner Flughafen Tegel keine Fahrgäste mehr befördern dürfen.
Zur Begründung erklärte der zuständige Dezernent Schmidt, man habe im Streit um Laderecht, Vorfahrtsregeln und Tarife keinen guten Kompromiss gefunden. Der Berliner Taxitarif ist günstiger als der im Landkreis Dahme-Spreewald.

Taxifahrer auf dem Flughafen Tegel
Berlin ist enttäuscht / Brandenburg begrüßt Entscheidung
Die gekündigte Verordnung galt nach Aussage der Taxi-Union Königs-Wusterhausen nur für den Zeitraum, bis der Flughafen Schönefeld geschlossen und der neue Flughafen BER eröffnet wird.
Die Taxi-Union in Königs-Wusterhausen begrüßte die neue Entwicklung. Man sei aber weiterhin zu Gesprächen bereit, "wenn sie auf Augenhöhe geschehen", sagte ein Sprecher.
Der Berliner Taxiverband reagierte dagegen mit Entsetzen und setzt auf neue Gespräche mit dem Landrat von Dahme-Spreewald, Stephan Loge.
Erst im Februar dieses Jahres hatten sich die Taxiverbände nach zahlreichen Protesten und langen Verhandlungsrunden auf einen Kompromiss geeinigt. Dieser sah vor, dass Fahrten aus Berlin nach dem Berliner Tarif abgerechnet werden, für alle Fahrten vom Flughafen aus die Brandenburger Preise gelten. Die Regelung begrenzte darüber hinaus die Zahl Brandenburger Taxis in Berlin auf höchstens 400 und schrieb fest, dass die Fahrer die Berliner Ortskundeprüfung ablegen müssen.