Ausbildung
7600 Berliner Jugendliche noch ohne Lehrstelle
In Berlin sind nach Angaben von Arbeitssenatorin Dilek Kolat noch etwa 7600 Jugendliche ohne Ausbildungsplatz. Gleichzeitig seien noch 4800 Stellen offen, sagte die SPD-Politikerin am Dienstag.
Sie appellierte an Unternehmen wie Bewerber, sich flexibel zu zeigen. Die Betriebe und Unternehmen sollten bei der Auswahl der Jugendlichen nicht zu streng nur nach den Noten schauen.
Eine solche Auswahl sei nicht mehr zeitgemäß. Schon heute würden Fachkräfte fehlen, diese Tendenz werde sich von 2014 an noch gewaltig steigern. Die Jugendlichen rief die Arbeitssenatorin auf, sich umzuorientieren, wenn sie keine Lehrstelle in ihrem Wunschberuf bekämen.
Zahl der öffentlich geförderten staatlichen Ausbildungsplätze reduziert
Es sei positiv zu vermerken, dass die Zahl der betrieblichen Ausbildungsplätze im vergangenen Jahr um zehn Prozent gestiegen sei. 2011 seien so 15.286 Ausbildungsverträge abgeschlossen worden.
Doch das reiche noch nicht aus, so Kolat. Denn zu den aktuell 7600 unversorgten Jugendlichen kämen noch rund 16.000 Altbewerber - Schulabgänger aus den vergangenen Jahren, die bisher nur an staatlichen Weiterbildungsmaßnahmen teilnehmen konnten.
Ziel des rot-schwarzen Senats sei es, allen Jugendlichen, die das wollten, eine betriebliche Lehrstelle anbieten zu können, betonte Kolat. Trotz der klaffenden Lücke hat der Senat aber die Zahl der öffentlich geförderten staatlichen Ausbildungsplätze von 1400 auf 500 und die der Benachteiligten-Ausbildung von 1657 auf 1002 reduziert.
Kolat begründete dies mit sinkenden Schülerzahlen und dem Ziel des Senats, sich auf betriebliche Ausbildungsstellen und den ersten Arbeitsmarkt zu konzentrieren.