Gewaltverbrechen
Prozess nach Sexualmord - Angeklagter schweigt
Neun Monate nach dem Fund einer zerstückelten Männerleiche in Berlin steht der mutmaßliche Täter seit Mittwoch vor Gericht - und schweigt. Zum Prozessauftakt verweigerte der 44 Jahre alte Angeklagte vor dem Landgericht der Hauptstadt die Aussage.
Dem Hartz-IV-Empfänger wird vor dem Berliner Landgericht Mord zur Befriedigung des Geschlechtstriebs vorgeworfen. Am 5. Januar 2012 soll der Angeklagte den Banker bei sadomasochistischen Sexpraktiken getötet haben.
Knapp vier Wochen später fand die Polizei die geschändete Leiche in der Wohnung des Angeklagten im Stadtteil Mariendorf. Beamte entdeckten den Kopf des 37-jährigen Bankangestellten gekocht in einem Topf. Weitere Leichenteile soll der Arbeitslose in Koffern und Plastiksäcken verpackt zu Hause verwahrt haben.
Täter und Opfer sollen sich auf einer Internetplattform für Homosexuelle kennengelernt und zum Sex verabredet haben. Der 44-Jährige soll den Bankangestellten an Armen und Beinen gefesselt haben. Mund und Nase seien verklebt worden.