radioBERLIN 88,8

radioBERLIN 88,8

radioBERLIN 88,8 - Das Hauptstadtradio

Mi, 19.06.2013 | 11:19 Uhr | Jetzt läuft: Joachim Witt - Goldener Reiter

Nachrichten

Charité Bettenhochhaus (Foto:dpa)

Gesundheit

Charité: Intensive Suche nach Keimursache

Nach dem Tod eines Neugeborenen durch einen Keim in der Berliner Charité haben die bisherigen Untersuchungen der Gegenstände und Flüssigkeiten auf den Stationen keine Hinweise auf den Keimursprung gebracht.

Es werde mit Hochdruck nach der Herkunft des Erregers gesucht, sagte Charité-Kliniksprecherin Winde am Sonntag dem rbb.Die bisherigen Untersuchungen der Gegenstände und Flüssigkeiten auf den Stationen hätten allerdings kein Ergebnis gebracht.

Sieben ebenfalls erkrankte Säuglinge würden auf einer gesonderten Station behandelt, seien aber nicht in kritischem Zustand. Weitere 15 Babys, an denen die Keime gefunden wurden, seien isoliert worden. Die Kinder müssten aber derzeit nicht mit Medikamenten behandelt werden, so Winde.

Frühchenstation in einem Klinikum (Bild: dpa)

Fünf Tage nach der Operation war das Neugeborene im Herzzentrum an einer Infektion mit sogenannten Serratien-Keimen gestorben.

Derzeit keine Frühchen-Aufnahme mehr an zwei der fünf Stationen

Der Keimausbruch war laut Charité am 8. Oktober festgestellt und umgehend dem Gesundheitsamt gemeldet worden. Das verstorbene Kind war an der Charité geboren worden, musste aber wegen eines Herzfehlers zur Operation an das benachbarte Herzzentrum verlegt werden. Wo sich der Säugling mit den Serratien-Keimen infiziert hatte, ist nicht geklärt.

Serratien sind Bakterien, die für Gesunde in der Regel kein Gesundheitsrisiko darstellen. Bei Patienten mit eingeschränkter Immunabwehr wie Frühgeborenen oder schwerstkranken Neugeborenen können sie nach Angaben der Charite allerdings Infektionen hervorrufen.

Stand vom 21.10.2012

Mehr zum Thema 

Tödliche Keime

An der Charité ist ein Neugeborenes an einer Blutvergiftung nach einer Infektion mit Keimen gestorben. Wo sich der Säugling infiziert hat, war zunächst nicht gänzlich geklärt. An der Charité hatte es zuletzt aber mehrere Erkrankungen mit dem Erreger gegeben. Derzeit erfolgt keine Frühchen-Aufnahme mehr an zwei der fünf Stationen.
_mehr

Arzt, Visite in der Frühchenstation der Berliner Charité (dpa-Archivbild)

Neugeborenes in Berliner Charité an Keimen gestorben

An der Berliner Charité ist ein Neugeborenes an einer Blutvergiftung aufgrund einer Infektion mit Keimen gestorben. Weitere sieben Kinder seien erkrankt, hieß es. Zwei der fünf Stationen für frühgeborene Babys an der Charité wurden geschlossen.
_mehr

Audio 20.10.2012

Keimbefall auf Frühchen-Station

An der Charité sind gefährliche Keime auf einer Frühchenstation aufgetaucht. Ein Baby ist bereits gestorben. Michael Handel mit den Einzelheiten:

Die Internetseiten der Charité [www.charite.de]

Alle Pressemitteilungen der Charité im Überblick [www.charite.de/presse]