Kriminalität
Zahlreiche neue Hinweise im Storkower Entführungsfall
Nach der Geiselnahme eines Berliner Investment-Bankers in Storkow fahndet die Polizei weiter mit Hochdruck nach dem Täter. Nach der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY ungelöst" am Mittwochabend gebe es 33 neue Hinweise, sagte Detlev Steuer vom zuständigen Polizeipräsidium am Donnerstag dem rbb. Eine heiße Spur sei allerdings bisher nicht darunter. Jedoch würden die Tipps noch intensiv überprüft.
Der zuständige Staatsanwalt in Frankfurt (Oder), Michael Neff, wies am Donnerstag im rbb Medienberichte zurück, wonach es übereinstimmende DNA-Spuren beim Storkower Fall und dem Angriff auf eine Unternehmerfamilie vor gut einem Jahr gebe. Dies sei nicht der Fall, betonte Neff.

Verdächtiges Kajak vom Entführungsfall Storkow
Ermittler konzentrieren sich weiter auf Kajak
Im Fokus der Ermittler steht weiter ein Kajak, das die Beamten auf dem Großen Storkower See entdeckt hatten. Die Behörden vermuten, dass der Täter das Boot bei der Entführung benutzt hatte. Am Bug des Kajaks wurde Klebeband gefunden, das in Farbe und Abmessung offensichtlich identisch mit dem bei der Entführung verwendeten Klebeband ist. Das Kajak wurde am Sonntagabend in der Nähe der Schilfinsel in Wendisch Rietz gefunden. Der 51-jährige Unternehmer war am Freitag entführt worden. Er konnte sich am Sonntag aber selber befreien.
Zwei Boote der Wasserschutzpolizei suchten am Donnerstag erneut den Großen Storkower See ab. Auch der Polizeihubschrauber stieg wieder über dem Gelände auf. Fortgesetzt wurden nach Angaben eines Polizeisprechers auch die Zeugenbefragung in Storkow, Wendisch-Rietz und Dahmsdorf. "Alle Beobachtungen von Anwohnern, Anglern, Wassersportlern und Urlaubern können weiterhelfen."