Fußball
Hertha BSC gewinnt Stadtderby bei Union Berlin
Hertha BSC hat das Berlin-Derby in der 2. Fußball-Bundesliga gewonnen. Der Absteiger setzte sich am Montag mit 2:1 (1:0) bei Union Berlin durch.
Die Partie begann enttäuschend: Ungenaue Pässe und konfuse Aktionen auf beiden Seiten ließen keinen vernünftigen Spielaufbau zu. Dabei hatte Union-Trainer Uwe Neuhaus nach drei Tagen Geheimtraining seiner Mannschaft ein neues Gesicht verpasst und in Simon Terodde und Adam Nemec gleich zwei Spitzen aufgeboten. Das Duo war allerdings bei Herthas Innenverteidigern Maik Franz und Roman Hubnik in besten Händen, sofern überhaupt ein Pass den Weg in Herthas Hälfte fand.
Auf der Gegenseite ließ auch das Team von Trainer Jos Luhukay spielerische Reife vermissen. Die Hertha, bei der Keeper Thomas Kraft wegen Rückenbeschwerden auf sein Comeback nach überstandener Sperre verzichten musste, ließ allenfalls über den agilen Änis Ben-Hatira etwas Gefahr aufblitzen. Erst nach einer knappen halben Stunde kam Hertha etwas besser ins Spiel. Einen unnötigen Ballverlust von Marc Pfertzel nutzten die Gäste zur Führung durch Sandro Wagner (30.).

Union-Fans in der Alten Försterei
In der zweiten Hälfte drehte dann Union auf und erarbeitete sich einige Chancen, die unter anderem am aufmerksamen Kraft-Ersatz Sascha Burchert scheiterten. Christopher Quiring (69.) versenkte schließlich eine Flanke unhaltbar per Kopf zum Ausgleich. Doch nur vier Minuten später hämmerte der frisch eingewechselte Ronny einen Freistoß durch die Mauer ins Tor und beendete die Hoffnungen der "Eisernen" auf einen Heimpunkt.
Mit dem Erfolg revanchierte sich Hertha für die letzte Zweitliga-Begegnung der beiden Vereine im Olympiastadion, die Union vor zwei Jahren mit 2:1 gewonnen hatte. Nach holprigem Saisonstart schiebt der Bundesliga-Absteiger sich auf Rang sechs vor und darf seinen Blick nun wieder Richtung Spitzengruppe lenken. Union Berlin hingegen bleibt mit nur einem Zähler aus vier Spieltagen auf Relegationsplatz 16 weiter in der Krise.

Fans zogen in mehreren Zügen die Notbremsen.
Fans sorgen für Behinderungen bei der S-Bahn
Vor Anpfiff der Partie kam es auf mehreren Strecken der Berliner S-Bahn zu Verspätungen und Zugausfällen. Betroffen waren nach Angaben der S-Bahn die Ringbahnlinien 41 und 42 sowie die S8 und S9. Wie das Unternehmen mitteilte, wurden in mehreren Zügen die Notbremsen gezogen, ohne dass eine Gefahrensituation vorlag. Auslöser sollen den Angaben zufolge Fußballfans gewesen sein, die auf dem Weg zum Zweitliga-Stadtderby waren.