Die drei Bestplatzierten (v.l.n.r.): Dennis Kimetto, Geoffrey Mutai und Geoffrey Kipsang.
Leichtathletik
Top-Favorit Geoffrey Mutai gewinnt Berlin-Marathon
Der Kenianer Geoffrey Mutai hat am Sonntag den 39. Berlin-Marathon gewonnen. In einem spannenden Finish nach 42,195 Kilometern setzte sich der Top-Favorit hauchdünn vor seinem Landsmann Dennis Kimetto durch.
Mutai blieb am Sonntag bei idealen Bedingungen in 2:04:15 Stunden knapp über dem Weltrekord von Patrick Makau (Kenia/2:03:38), den dieser vor einem Jahr in der Hauptstadt aufgestellt hatte. "Ich hatte eine Chance, habe dann aber Probleme mit meinen Beinen bekommen. Ich bin aber absolut glücklich mit dieser Zeit", sagte Mutai nach seinem Sieg.
Als schnellster Marathon-Debütant der Geschichte kam Kimetto nur eine Sekunde hinter Mutai ins Ziel. Als Dritter in 2:06:12 machte Geoffrey Kipsang den Triumph der Kenia-Läufer perfekt.

Beste Läuferin: Aberu Kebede.
Schnellste Läuferin ist die Äthiopierin Kebede
Bei den Frauen konnte Aberu Kebede ihrer Favoritenrolle gerecht werden. Die Äthiopierin lief bei 2:20:30 über die Ziellinie. Vor dem Lauf hatte die 23-Jährige noch gesagt, sie könne unter 2:20 Stunden laufen - was ihr in Berlin diesmal nicht gelang.
Trotzdem setzte sich Kebede mit einer persönlichen Bestzeit gegen ihre Teamkollegin Tirfi Tsegaye (2:21:19) durch. Für Kebede ist es der zweite Sieg in Berlin, nachdem sie bereits 2010 triumphierte. Die erst 22 Jahre alte Anna Hahner aus Fulda kam in 2:30:37 als Achte ins Ziel.
Die fast 41.000 Läufer wurden bei strahlendem Sonnenschein an der Strecke von hunderttausenden Zuschauern angefeuert. Den Startschuss hatte püntklich um 9 Uhr morgens Berlins regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) gegeben.
Auch Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) hat am Sonntag beim Berlin-Marathon teilgenommen. Der 35-jährige Minister erreichte nach 04:08:14 Stunden das Ziel am Brandenburger Tor. Damit lief Daniel Bahr doppelt so lange wie der Gewinner Geoffrey Mutai. Im Ziel zeigte sich Bahr begeistert von der Atmosphäre: "Es war ein toller Lauf mit super Stimmung und gutem Wetter", sagte Bahr. "Der Berlin-Marathon ist ein Erlebnis."
Für Daniel Bahr war es der erste Marathon in Berlin, nach Angaben seines Ministeriums aber nicht sein schnellster Marathon. 2008 habe er in Münster in Nordrhein-Westfalen 3:49:05 Stunden gebraucht.
Sabine Berg wieder beste Skaterin
Bereits am Samstagmittag machten zahlreiche Kinder beim "Bambinilauf" den Auftakt zum Marathon-Wochenende. Am Nachmittag folgten die rund 7.000 Inline-Skater.
Sabine Berg ist die schnellste Inline-Skaterin.
Schnellster Teilnehmer beim Inline-Skating-Lauf war in diesem Jahr der Franzose Ewen Fernandez, der mit dem Zweitplatzierten Bart Swings aus Belgien ins Ziel einfuhr. Bei den Frauen gewann wie schon im Vorjahr Sabine Berg.
Der Inline-Skating-Lauf gehört seit 15 Jahren zum Programm des Berlin-Marathons. Seitdem hat sich die Teilnehmerzahl mehr als verzehnfacht. In diesem Jahr hatten sich mehr als 5.000 Inline-Skater angemeldet.
Straßensperrungen aufgehoben
Die Straßensperrungen für den Marathonlauf in Berlin sind am Sonntagnachmittag aufgehoben worden. Nur noch die Straße des 17. Juni und der Bereich um das Brandenburger Tor bleiben bis zum 8. Oktober gesperrt. Hier findet am Mittwoch das Fest zum Tag der Deutschen Einheit statt.