Olympia 2012 in London
Lisicki noch mit Medaillenchance - Ruderer holen Gold
Der siebte Wettkampftag der Olympischen Spiele in London brachte wieder Erfolge für das deutsche Team.
Die Ruderer sorgten am Freitag mit dem Doppelvierer der Herren für das fünfte deutsche Gold. Der Jodoka Andreas Tölzer sicherte sich die Bronzemedaille im Schwergewicht. Und der Kugelstoßer David Storl verpasste den sechsten deutschen Olympiasieg nur um drei Zentimeter. Der Weltmeister aus Chemnitz musste sich mit 21,86 Metern nur dem Polen Tomasz Majewski geschlagen geben.
Und auch die Sportler aus Berlin und Brandenburg zeigen gute Leistungen. Tennisspielerin Sabine Lisicki hat trotz des Ausscheidens im Einzelwettbewerb sogar noch gute Chancen auf eine Medaille.

Sabine Lisicki und Christopher Kas
Lisicki mit Partner Kas im Mixed-Halbfinale
Die Berliner Tennisspielerin Sabine Lisicki und Christopher Kas aus Trostberg stehen unerwartet im Halbfinale des Mixed-Wettbewerbs. Am Freitag setzten sie sich in einem spannenden Viertelfinale nach Tie Break 4:6, 7:6 (7:2), 10:7 gegen die italienische Paarung Roberta Vinci und Daniele Bracchiali durch.
Im Halbfinale trifft das deutsche Paar entweder auf die Briten Laura Robson und Andy Murray oder die Australier Samantha Stosur und Lleyton Hewitt. Selbst bei einer Niederlage hätten Kas und Lisicki, die im olympischen Turnier zum ersten Mal überhaupt zusammen spielen, noch die Chance auf Bronze.
Im Einzelwettbewerb war Lisicki im Achtelfinale an der Russin Maria Scharapowa gescheitert.

Über die 50 Meter hat Steffen noch eine Medaillenchance.
Steffen problemlos ins Finale über 50 Meter Freistil
Britta Steffen hat im vierten Anlauf ihr erstes Schwimm-Finale bei den Olympischen Spielen von London erreicht. Die Weltrekordlerin war am Freitag über 50 Meter Freistil in 24,57 Sekunden die Viertschnellste der Halbfinal-Läufe. Das Finale findet am Samstag statt.
Zuvor war Steffen über 100 Meter sowie mit beiden Freistilstaffeln gescheitert. Die Doppel-Olympiasiegerin von Peking sicherte damit die achte Finalteilnahme der bislang medaillenlosen deutschen Schwimmer und das erste Endlauf-Ticket für die deutschen Frauen.

Ärgerten sich über die Auslosung: Sara Goller/Laura Ludwig.
Sara Goller/Laura Ludwig erstmals im olympischen Viertelfinale
Mit Sara Goller/Laura Ludwig steht das beste deutsche Frauen-Beachvolleyball-Team zum ersten Mal im Viertelfinale bei den Olympischen Spielen.
Am Freitag setzte sich das Hertha-Duo im deutsch-deutschen Duell gegen mit 2:0 (21:16, 21:15) gegen Ilka Semmler und Katrin Holtwick (Essen) durch, die damit das olympische Turnier auf dem neunten Platz beenden.
Trotz des Weiterkommens ärgerten sich Goller und Ludwig - über die späte Auslosung. "Um 1.00 Uhr nachts habe ich erfahren, dass wir schon am nächsten Morgen um 9.00 Uhr im Achtelfinale spielen müssen, das war eine Katastrophe", erklärte Ludwig.
In der nächsten Runde treffen die Berlinerinnen am Sonntag auf die brasilianischen Weltmeisterinnen Juliana Silva und Larissa Franca.
In der Nacht zu Freitag gelang Jonathan Erdmann und Kay Matysik (Potsdam/Berlin) die Last-Minute-Qualifikation für das Achtelfinale. In der Hoffnungsrunde setzten sie sich mit 2:1 (20:22, 21:16, 15:11) gegen die Venezolaner esus Villafañe/Igor Hernandez durch. Sie treffen am Samstag auf die Brasilianer Alison Cerutti/Emanuel Rego. Ebenfalls am Samstag spielen die Medaillenkandidaten Julius Brink/Jonas Reckermann aus Berlin gegen Aleksandrs Samoilovs/Ruslans Sorokins aus Lettland.
Leichtathlet Schlangen im Halbfinale über 1500 Meter
Der Berliner Carsten Schlangen hat das Halbfinale über 1500 Meter erreicht. Der 31-Jährige setzte sich auf den letzten Metern in seinem Vorlauf im Fotofinish gegen den Spanier Diego Ruiz durch.
Der Vize-Europameister von 2010 musste am Ende allerdings zittern: Er kam als Sechster in 3:41,51 Minuten im dritten Rennen ins Ziel, diese Platzierung reichte gerade noch für die direkte Qualifikation.
Judith Arndt, Charlotte Becker und Lisa Brennauer
Teamverfolgung: BDR-Trio mit Judith Arndt übersteht Quali
Judith Arndt aus Königs Wusterhausen hat bei den Bahnradwettbewerben zusammen mit Charlotte Becker (Datteln) und Lisa Brennauer (Kempten) die Qualifikation in der 3000-m-Mannschaftsverfolgung überstanden.
Das Trio des Bundes Deutscher Radfahrer (BDR) belegte in 3:22,058 Minuten den siebten Rang und darf damit am Samstag in der ersten Runde antreten, an der die acht besten Teams teilnehmen.
Nora Subschinski im Halbfinale vom Drei-Meter-Brett
Die Wasserspringerin Nora Subschinski steht im Wettbewerb vom Drei-Meter-Brett im Halbfinale. Die Berlinerin belegte am Freitag in London mit 311,70 Punkten den 12. Platz.
Das Halbfinale der besten 18 findet an diesem Samstag statt, der Endkampf mit 12 Springerinnen am Sonntagabend.
Deutsche Hockey-Herren auf Halbfinalkurs
Die deutschen Hockey-Herren sind im dritten Spiel des olympischen Turniers erstmals richtig ins Rollen gekommen. Nach zwei knappen Auftaktsiegen gegen Belgien (2:1) und Südkorea (1:0) fertigte das Team mit dem Berliner Martin Häner am Freitag Rekord-Olympiasieger Indien 5:2 (4:1) ab.
Vor dem Duell mit dem Erzrivalen Niederlande am Sonntag unterstrichen das deutsche Team damit seine Ansprüche auf den Gruppensieg.
Starboot-Segler im Finale - aber ohne Medaillenchance
Die deutschen Starbootsegler Robert Stanjek und Frithjof Kleen aus Berlin haben bei den Regatten vor Weymouth das Finale am Sonntag erreicht, sind jedoch ohne Medaillenchance.
Nach zehn Wettfahrten ist der Abstand zum Führungstrio mit den überragenden britischen Titelverteidigern Iain Percy/Andrew Simpson an der Spitze bereits zu groß.
David Storl
Kugelstoßer Storl verpasst Gold um drei Zentimeter
Kugelstoßer David Storl hat den sechsten deutschen Olympiasieg nur um drei Zentimeter verpasst. Der Weltmeister aus Chemnitz musste sich mit 21,86 Metern nur dem Polen Tomasz Majewski geschlagen geben, der 21,89 Meter weit stieß und wie vor vier Jahren in Peking Gold holte. Bronze ging mit 21,23 Metern an Reese Hoffa aus den USA.
Dank Storl übertrafen die deutschen Leichtathleten gleich am ersten Wettkampftag dieser Spiele die miserable Bilanz von Peking bei der es nur eine Bronzemedaille für Speerwerferin Christina Obergföll gegeben hatte.

Fünftes Gold für deutsches Team
Der Männer-Doppelvierer hat dem Deutschen Ruderverband (DRV) das zweite Olympia-Gold und damit die fünfte Goldmedaille für das deutsche Team beschert.
Im Finale auf dem Dorney Lake von Eton am Freitag konnte selbst der große Favorit aus Kroatien dem hohen Tempo der Crew um Schlagmann Tim Grohmann (Dresden) nicht folgen. Auf dem dritten Platz kam Weltmeister Australien ins Ziel.
Damit steht der DRV nach Gold für den Achter und Silber für den Frauen-Doppelvierer bereits vor dem letzten Finaltag besser da als noch in Peking.
Judoka Andreas Tölzer gewinnt Bronzemedaille
Judo-Schwergewichtler Andreas Tölzer hat die Bronzemedaille gewonnen. Der 32-Jährige aus Mönchengladbach besiegte am Freitag den Weißrussen Igar Makaraw vorzeitig im Kampf um Platz drei.
Zum Abschluss der Judo-Wettkämpfe war es die vierte Medaille für die deutschen Kämpfer.