Tag der offenen Moschee
Tausende Besucher in islamischen Gebetshäusern
Am "Tag der offenen Moschee" haben am Mittwoch bundesweit mehrere tausend Menschen islamische Gotteshäuser besucht. Unter dem Motto "Islamische Kunst und Kultur" hatten mehr als 600 Gebetshäuser ihre Türen geöffnet.
Allein in Berlin standen rund 20 der insgesamt etwa 80 Moscheen und Gebetsräume offen. Besonders umfassend war das Programm in der Sehitlik-Moschee im Bezirk Neukölln. In der größten Moschee der Hauptstadt wurden den etwa 2000 interessierten Besuchern Führungen, Vorträge und Diskussionen angeboten. Auch Vertreter des Jüdischen Forums und der evangelischen Genezareth-Gemeinde nahmen teil. Vor der Moschee verteilten Frauen Rosen an die Gäste.
Wie der Sprecher der Integrationsbeauftragten des Senats sagte, sollten die Veranstaltungen dazu beitragen, Vorurteile zu bekämpfen, Ressentiments abzubauen und Dialoge zu fördern. Der Tag biete eine gute Gelegenheit, sich offen und unbefangen über alle Glaubensgrenzen hinweg zu unterhalten, sich zu informieren und Kontakte aufzubauen.
Den "Tag der offenen Moschee" gibt es seit 1997. Das Datum 3. Oktober wurde gewählt, um auf die religionsübergreifende Verständigung in Deutschland hinzuweisen. In der Bundesrepublik leben rund 4,3 Millionen Muslime, allein in Berlin sind es etwa 300.000.