Kundgebung
Hunderte protestieren gegen Mohammed-Schmähvideo
Mit einer Kundgebung in Berlin haben am Samstag mehrere hundert Demonstranten gegen das umstrittene Video über den Propheten Mohammed protestiert.
Ein Polizeisprecher sagte, der Protest auf dem Wittenbergplatz im Stadtteil Schöneberg sei friedlich verlaufen. Eine Teilnehmerzahl nannte er nicht. Augenzeugen sprachen von knapp 500 Demonstranten. Sie wandten sich sowohl gegen den blasphemischen Film aus den USA als auch eine mögliche Austrahlung des Streifens in Deutschland.
Nach der rechtspopulistischen Partei "Pro Deutschland" hatte auch die islamkritische Splitterpartei "Die Freiheit" angekündigt, das umstrittene Mohammed-Schmähvideo öffentlich zeigen zu wollen. Ende Oktober oder Anfang November wolle die Partei den Film bei einer Diskussionsveranstaltung in Berlin aufführen.
"Ziel ist Aufklärung, nicht Provokation", sagte ein Sprecher von "Die Freiheit" Ende September. In Berlin hat sich allerdings bisher kein Kinobetreiber bereit erklärt, den Streifen zu zeigen.
In Deutschland waren die Proteste gegen das Video friedlich geblieben. Islamische Organisationen und Verbände hatten ihre Mitglieder dazu aufgerufen, sich nicht provozieren zu lassen. In einigen islamischen Ländern war es dagegen zu gewaltsamen Protesten gegen das Video gekommen.