Parteien/SPD
Wowereit und Platzeck begrüßen Steinbrück-Kandidatur
Die SPD-Regierungschefs von Berlin und Brandenburg, Klaus Wowereit und Matthias Platzeck, haben die Spitzenkandidatur von Peer Steinbrück bei der Bundestagswahl 2013 begrüßt.
"Mit Steinbrück hat die SPD einen hervorragenden Kandidaten", sagte Wowereit, der zugleich stellvertretender Parteivorsitzender ist, am Freitag. Steinbrück verkörpere "gerade in Zeiten der Finanzkrise mit seinem finanzpolitischen Sachverstand die richtige Alternative zur Kanzlerin und ihrer Politik".
Als Finanzminister in der schwarz-roten Koalition habe Steinbrück bewiesen, dass er gerade in Krisenzeiten besonnen und weitsichtig handele, sagte Platzeck. "Er hat sich dadurch bei den Menschen großes Vertrauen erworben." Steinbrück habe die richtigen Antworten "auf die drängendsten Fragen unserer Zeit", meinte der Potsdamer Regierungschef. "Das zeigen seine Vorstellungen zur Regulierung der Bankenmacht."

Parteichef Gabriel schlug Steinbrück am Freitag vor.
"K-Frage" früher als geplant entschieden
Steinbrück war am Freitag von SPD-Parteichef Sigmar Gabriel als Herausforderer von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) für die Bundestagswahl 2013 vorgeschlagen worden. Er setzte sich in der Troika, zu der auch Gabriel selbst und Bundestagsfraktionschef Frank-Walter Steinmeier gehörten, durch. Ursprünglich war die Beantwortung der "K-Frage" erst für den Jahreswechsel angekündigt worden.
Am Montag kommt der SPD-Vorstand zu einer Sondersitzung zusammen, um Steinbrück zu küren, wie Parteichef Sigmar Gabriel am Freitag sagte. Am 9. Dezember soll dann ein Sonderparteitag in Hannover Steinbrück zum Kanzlerkandidaten wählen.
Steinbrück sagte, er sei sich der Herausforderung als Kanzlerkandidat sehr bewusst: "Wir wollen diese Bundesregierung ablösen. Wir wollen, dass sie durch eine rot-grüne Regierung ersetzt wird". Steinmeier kündigte an: "Ich werde mich in diesem Wahlkampf so engagieren, als wäre es mein eigener."