Integration
Buschkowsky verteidigt umstrittene Thesen
Der Berliner Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky hat die umstrittenen Thesen aus seinem Buch "Neukölln ist überall" verteidigt.
"Mein Buch beschreibt das Leben, was mich jeden Tag umgibt. Wer diese Realitäten nicht sehen will, betreibt Wirklichkeitsverweigerung", sagte der SPD-Politiker am Montagabend im rbb.
Buschkowsky verwahrte sich gegen Vorwurf, auf Randgruppen einzuprügeln. „Es wird nicht auf Menschen eingehauen. Das Buch beschreibt, was passiert, wenn man sich auf eine beobachtende Rolle beschränkt.“

Heinz Buschkowsky (SPD)
"Wir müssen die Elternhäuser umdribbeln"
Ein großes Problem seien nach wie die schlechten Deutschkenntnisse vieler Migrantenkinder, betonte Buschkowsky. "Wir müssen die Elternhäuser umdribbeln" – etwa mit Ganztagsschulen, wie es in der Schweiz erfolgreich praktiziert werde.
In Sachen Schulschwänzer empfahl der Bürgermeister: "Kommt das Kind nicht in die Schule, kommt das Kindergeld nicht aufs Konto." So könne man regelkomformes Verhalten durchsetzen.
Den Vorwurf, seine Denkweise sei rassistisch, wies Buschkowsky zurück. Er habe auch nie behauptet, dass die Integration gescheitert sei, sondern Multikulti. "Dazu stehe ich. Die multikulturelle Gesellschaft ist eine Lebenslüge."
Platz 1 der Bestsellerliste
Buschkowsky hat mit "Neukölln ist überall" auf Anhieb einen Bestseller gelandet. Nach nur drei Verkaufstagen kletterte das Buch auf Platz 1 der Media Control Sachbuch-Charts.
Die Buch-Charts beziehen sich laut Media Control auf Verkaufsmeldungen von mehr als 3500 Buchhändlern und Online-Verkäufern.
Verkaufszahlen wurden nicht genannt.