Ringo Starr schlägt seine Drumsticks zusammen. „One, two, three, four.“ Seine Band, die All Starrs spielt „Broken Wings“. Richard Page, Sänger der 80er Jahre Band Mr. Mister singt dazu. „Ich habe eine fantastische Band“, wird Ringo nach dem Konzert sagen.
Das Setting ist exklusiv: Ringo spielt in einem alten Hangar, so groß wie ein halbes Fußballfeld. Auf der Bühne stehen zwei Schlagzeuge und fünf Mikrofone, allesamt blau angeleuchtet. Davor: Eine Handvoll Journalisten aus Schweden, Russland – und Berlin. Ihnen spielt Ringo die Songs vor, die er auf 28 Konzerten diesen Sommer präsentieren wird. Neben „Broken Wings“ auch „With a little help from my friends“.
Ringo hat Spaß dabei. Er klatscht in die Hände und lacht seinen Drummer-Kollegen Gregg Bissonette an, der schon für Toto, Santana und David Lee Roth getrommelt hat. Am Keyboard: Edgar Winter, der mit dem Instrumentalsong „Frankenstein“ in den 70ern einen Nummer 1-Hit in England hatte. Gary Wright, der bei den Spooky Tooth angefangen hat, komplettiert die Band.
Zwanzig Minuten dauert das exklusive Konzert. Danach ist Zeit für Fragen.
radioberlin.de: Was ist das größte, was Du in Deinem Leben erreicht hast?
Ringo: Ein Mensch zu sein. Liebe in meinem Leben zu haben. Kinder zu haben. Das ist mir wichtig. Und dann ist es natürlich toll, immer noch Musik zu machen. Mit meiner Band mache ich super Musik.
radioberlin.de: Hast Du eine Liste mit Musikern, mit denen Du noch spielen oder auf Tour gehen möchtest?
Ringo: Ja, wir gehen eine große Liste durch mit Leuten, die wir in der Band haben wollen, denen, die in der Band spielen wollen und jene, die Manager in der Band sehen wollen. Das ist jetzt die zwölfte Band, mit der ich zusammen spiele. Wenn wir fertig sind, werde ich auch wieder eine neue formen. Aber bis es soweit ist, bin ich glücklich mit den Jungs, mit denen ich jetzt spiele.
radioberlin.de: Du spielst nicht mit Paul McCartney zusammen? Warum nicht? Weil ihr beide „der letzte Beatle“ sein wollt?
Nein, ich frage Paul jedes Mal, ob er mitmachen will. Und ich verspreche ihm, zwei Songs mit mir zu spielen – wie jedem anderen auch. Aber Paul scheint sehr beschäftigt zu sein.
radioberlin.de: Gibt es etwas, das Du mit mit Berlin verbindest?
Ringo: Nein. Na gut, wir haben dort schon gespielt. Aber danach gehst Du ins Hotel und weiter in die nächste Stadt. Mit Hamburg verbinde er mehr.“
radioberlin.de: Wir können Kreuzberg sehr empfehlen… Und in Neukölln gibt es sogar eine Bar, die Ringo heißt…
Ringo: Alles klar, ich klopf bei Euch an und Ihr führt uns rum.
Das wird am 12. Juli sein. Dann spielen Ringo und die All Starrs im Tempodrom – präsentiert von radioBERLIN 88,8