Gebannt sitzen die Musiker Leroy Green and Ron Kersey von der Disco-Truppe Trammps im Kino. Atemlos verfolgen sie die Rettungsversuche der verzweifelten Feuerwehrmänner, die Menschen vom obersten Stock aus einer Disco bergen wollen, allen voran Steve McQueen. Leroy und Ron gucken sich den Katastrophenfilm „Flammendes Inferno“ an.
Heißes Kinovergnügen
1974 hat Dokumentarfilmer Iwin Allen das Genre Katastrophenfilm leinwandtauglich gemacht mit seiner „Höllenfahrt der Poseidon“. Die Filmstudios 20th Century Fox und Warner Brothers haben sich zusammen getan, um ein aus zwei Romanvorlagen einen Megaschocker zu produzieren, statt sich Konkurrenz zu machen. Regie wiederum Iwin Allen. Der Film ist einer der größten Kassenschlager seiner Zeit, das Trickfeuerwerk im 135. Stock erhält sogar einen eigenen Oscar, auch der Filmsong wird prämiert, während die berühmten Hauptdarsteller Steve McQueen und Paul Newman leer aus gehen.
Heiße Songidee
Als Leroy und Ron aus dem Kino kommen, sind die Musiker noch ganz benommen. Auf dem Heimweg unterhalten sich die beiden darüber, wie furchtbar es wohl ist, vergnügt in eine Disco zu gehen, sich zu amüsieren und zu tanzen, und dann um sein Leben kämpfen zu müssen. Schlafen können die beiden n dieser Nacht nicht, denn sie schreiben ihre Gedanken zum Film auf und komponieren einen Song darüber.
In den Discos lässt sich keiner von dem bedrohlichen Inhalt des Liedes abhalten, nach dem Song weltweit zu tanzen. Als Songschreiber Ron Kersey den Auftrag bekommt, die Songs für den Film „Saturday Night Fever“ zusammenzustellen, schummelt er auch seinen eigenen Song, „Disco Inferno“, unter die Dance-Songs für John Travolta. Einen Oscar bekommen die Trammps zwar nicht dafür, aber sie können 1976 stolz einen Grammy nach Hause schleppen.