Vorbild Bob Dylan
Neidisch guckt Paul Simon auf den jungen Protestsänger Bob Dylan, der immer größere Hallen füllt, während er mit seinem Highschool-Kumpel Art noch als Simon & Garfunkel durch die Shopping-Malls tingeln muss. Auch von der Presse wird der Konkurrent hoch gelobt, während er selbst immer Prügel für seine Folk-Songs einstecken muss.
1964 gelingt ihnen endlich der Befreiungsschlag, ausgerechnet mit einer Bob Dylan-Coverversion. Die Fangemeinde wächst stetig, sie haben sogar ihren ersten Nummer 1-Hit gefeiert, aber die Kritiken singen weiter ihr Loblied auf Bob Dylan.
Nicht genug Aufmerksamkeit von den Kritikern
Noch Jahre später nagt es an Paul, wenn „His Bobness“ mal wieder auf dem Cover des Rolling Stone prangt, während weiter hinten das neue Simon & Garfunkel-Album verrissen wird. Er fühlt sich wie ein Boxer, der immer wieder Prügel einstecken muss und dennoch unbeirrbar weitermacht. Trotzig schreibt er ein Lied über seine verletzten Gefühle.
Der eigene Song auf der Platte von Bob Dylan
Über Hundert Stunden braucht das Duo für die Aufnahme, denn sie wollen es mit ihrem perfekten Sound allen Kritikern zeigen, auch wenn es für ein paar Worte im Refrain nicht mehr gereicht hat. Bob Dylan selbst ist amüsiert, als er erfährt, wie neidisch Paul Simon auf ihn ist. Versöhnlich nimmt das Lied für sein Album „Self Portrait“ auf! Mit diesem Ergebnis ist auch Paul Simon endlich zufrieden.
Autorin: Bettina Exner