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Do, 24.05.2012 | 01:23 Uhr

Popgeschichten

PLattencover Richard Sanderson, Foto: promo

Richard Sanderson - Reality

Wie Richard Sanderson durch Vladimir Cosma Teenie-Liebling und Filmkomponist wird.

Der Wunsch der Eltern
Das hatten sich die Eltern von Vladimir Cosma etwas anders vorgestellt, als sie ihren Sohn auf ein renommiertes Musik-Konservatorium nach Paris schicken. Die Bukarester Familie lebt für Musik, klassische Musik. Die Großeltern und die Eltern sind berühmte Komponisten, Pianisten und Dirigenten.

Vladimir hat bereits an der Universität in seiner Heimatstadt Violinespielen gelernt und dafür Preise gewonnen, nun soll er in der französischen Hauptstadt den letzten Schliff bekommen und Komposition perfektionieren.

Ich will Pop!
Der junge Rumäne ist 23 Jahre alt, irgendwie hat er langsam genug von klassischer Musik. Außerhalb der Uni hört er fast nur noch Pop. Die Eltern sind entsetzt, als Vladimir seichte Schlagermelodien für Mireille Mathieu und Nana Mouskouri komponiert. Was für eine Talentverschwendung, schimpfen die Eltern.

Erste Erfahrungen im Filmgeschäft
Schon bald werden französische Filmemacher auf den begabten Jungen aufmerksam, Oscarpreisträger Michel Legrand nimmt Vladimir unter seine Fittiche. Das ist schon ein wenig respektabler, finden die Eltern. Ganz anders ergeht es Richard Sanderson in England. Als Knirps lernte er Klavierspielen, mit 15 Gitarre, mit 21 hat er bereits seine eigene Band. Mit dieser tingelt er durch sämtliche Hotelbars in der Gegend. Während Vladimir nun auch für das ZDF komponiert, hat Richard langsam die Nase voll von Popsongs. 

Der Soundtrack zum Schwarm aller Teenies
Viel lieber möchte er Filmmusik komponieren. Vladimir Cosma bekommt den Auftrag, die Filmmusik für das Teenie-Drama „La Boum - Die Fete“ zu kreieren. Aber für den Titelsong braucht man eine einschmeichelnde Männerstimme. Richard lässt sich nicht lange bitten, denn er erhofft sich viele Tipps für seine Karriere als zukünftiger Filmmusiker.

Bei dem jungen Kinopublikum ist nun endlich Schluss mit der Zappelei in den Discos ohne Körperkontakt. Mit „Reality“ können die Teenies auf der Tanzfläche hautnah testen, wie sich ihr Schwarm so anfühlt: der Stehblues ist nach dem Kinohit angesagt! Es ist übrigens das letzte Mal, dass Richard Popmusik macht, heute vertont er historische Filme mit seinen Kompositionen.

Autorin: Bettina Exner

Stand vom 7.2.2012

zum Nachhören 

Audio 07.02.2012

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