Wenn Musik alles im Leben ist
Heute sind sie fast ausgestorben, die selbstbewussten, jungen Schönen, die am Bühnenausgang herumlungerten und reihenweise Rock Stars abschleppten. Bereits Mitte der 40er Jahre umlagerten so genannte Bobby Soxer den schnieken Frank Sinatra, aber in den Sechziger werden die Groupies zu einem kulturellen Phänomen in der Popkultur, die die sexuelle Revolution gründlich ausleben.
Pattie Boyd ist eine der ersten, die Jagd auf Musiker macht, die hübsche Blondine schnappt sich erst George Harrison, dann Eric Clapton! Drei der berühmtesten Songs der Musikgeschichte gehen auf ihr Konto: Something von den Beatles, Layla und Wonderful Tonight von Eric Clapton.
Bis ins Bett des Idols
Weniger erfolgreich war Bebe Buell, die David Bowie, Iggy Pop und Jimmy Page flach legte und die nach nur einer Nacht mit Steven Tyler von Aerosmith schwanger wird. Töchterchen Liv Tyler ist das leinwandtaugliche Ergebnis dieses Beutezugs, Steven wie aus dem Gesicht geschnitten.
Patti D’Arbanville macht Cat Stevens verrückt, für sie schreibt er gleich zwei Songs. Wild World und Lady D’Arbanville. Geholfen hat es nichts, sie verlässt den traurigen Musiker trotzdem, um mit Mick Jagger anzubandeln.
Vorbei mit Drugs, Sex and Rock´n Roll
Michael Jackson kann sogar zwei Lieder davon singen, wie ihm weibliche Fans zu nah auf den Pelz rücken, auch in diesem Fall kommen zwei Welthits dabei heraus: Billy Jean und Dirty Diana. Heute werden keine Hotelzimmer mehr zerlegt, Sex & Drugs & Rock’ n’ Roll ist Geschichte.
Heute verlangen Musiker Biokost, allergiegetestete Bettwäsche und Mineralwasser von exotischen Quellen, bloß keine süßen Luder, die am nächsten Morgen via Twitter im Internet von ihrer Trophäe ausgiebig schwärmen.
Autorin: Bettina Exner