Einsam und allein
Aimée Ann Duffy hat es nicht leicht. Abgeschieden im Norden von Wales aufgewachsen, leidet die Kleine sehr unter der Scheidung der Eltern. Die Mutter zieht mit ihren drei Töchtern nach England,
Trauma-Verarbeitung
Aimée kann ihre Schulkameraden plötzlich nicht mehr verstehen, denn sie kann nur walisisch sprechen. Mühsam lernt das blonde Mädchen Englisch, fühlt sich in dieser Sprache noch heute nicht wirklich zuhause.
Aber es kommt noch schlimmer, mit 13 landet sie plötzlich in Polizeigewahrsam. Nicht, weil sie selbst kriminell geworden ist, sondern weil die Ex-Frau ihres Stiefvaters einen Killer angeheuert hat, um ihn zu töten. Die kleine Aimée ist in großer Gefahr.
Einsam, ohne Freunde, hockt sie in dem geheimen Unterschlupf, auf den Knien ihr Notizbuch, in das sie Liedtexte schreibt.
Duffy hat ein Ziel.
Seit sie Mutter und Stiefvater in der Küche nach einem Song von Rod Stewart hat tanzen sehen, weiß die Kleine, dass sie Musik machen will.
Doch obwohl Aimée eine starke Stimme hat, wird sie aus dem Schulchor geworfen: Ihre Stimme sei zu dominant und passe nicht zu den anderen.
Musik als Hobby
Aimée hält nichts mehr in England. Mit 15 reißt sie aus, zurück zum Vater nach Wales. An eine Karriere als Musikerin glaubt sie nach dem Rauswurf aus dem Schulchor längst nicht mehr.
Immerhin tingelt sie als Teenager mit verschiedenen Bands durch die Gegend, tags jobbt sie bei einem Fischhändler.
Keine Fische mehr
Bis eine Dame von einem Plattenlabel Aimée entdeckt. Die Firma glaubt fest an das Talent von Duffy, wie sie sich nun nennt. Ganze vier Jahre bekommt sie Zeit, ihr erstes Album aufzunehmen.
Diese musikstylistische Hommage an die 60er hat sich gelohnt. Ein Kritiker bemerkt gerührt: „Dusty Springfield wird jedes Mal von oben lächeln, wenn Duffy singt.“ Fische muss die Waliserin nun nie wieder verkaufen.