Anschlag auf die USA
11. September 2001. Die Welt hält den Atem an. Als vier islamische Selbstmordkommandos in Flugzeugen Amerika angreifen, die Twin Towers in New York in Schutt und Asche legen. Bruce Springsteen ist an diesem Morgen zu Hause in New Jersey, er kann die brennenden Türme mit dem bloßen Auge sehen.
Ein Song für Amerikas Feuerwehrleute
Ein paar Tage später fährt Bruce mit seinen Kindern zum Strand, als auf dem Parkplatz ein Fremder sein Wagenfenster herunterkurbelt. Der Mann, der bei den Anschlägen seinen besten Freund verloren hat, sagt nur einen einzigen Satz: „Bruce, wir brauchen Dich jetzt!“ Eigentlich hat der Boss nicht vor, das traumatische Geschehen vom 11. September musikalisch zu verarbeiten, nun kommt er ins Grübeln.
Die Fernsehbilder schießen ständig durch seinen Kopf. Wie die mutigen Männer des New York City Fire Departments in den Flammen um Leben kämpfen und viele ihres dabei verlieren. Viele der 3000 Opfer kommen aus New Jersey, es sind fast 200. Bruce kondoliert den Hinterbliebenen, spricht lange mit der Witwe eines Feuerwehrmannes, die ihren Mann nicht einmal beerdigen kann, weil in den Trümmern der Türme einfach nichts von ihm übrig geblieben ist. Auch für sie schreibt er das Lied „Into The Fire“.
Reunion für einen guten Zweck
Nach 18 Jahren trommelt Bruce Springsteen seine E Street Band wieder zusammen und nimmt das Album „The Rising“ auf. Aber trotz aller Trauer werden es keine pessimistischen Songs. Bruce will keine Rache, sondern Versöhnung zwischen den Kulturen, will Hoffnung vermitteln.
Musikalische Wahlkampfhilfe
Während des Wahlkampfes 2008 wird „The Rising“ erst der Song zur Wahlkampagne von John Edwards. Hillary Clinton benutzt ihn und letztlich Barack Obama, den Bruce nach Kräften unterstützt. So hinterlässt der Song nicht nur den Opfern des 11. September ein Denkmal, sondern wird auch zum Soundtrack einer neuen, amerikanischen Hoffnung, des ersten afroamerikanischen Präsidenten in Amerika, Barack Obama.
Autorin: Bettina Exner