Millionenklage nach der Scheidung
Dass Sonny Bono seiner Cher bei Erfolgsproduzent Phil Spector den Einstieg ins Pop-Business verschafft hatte, sie gemeinsam in den 60ern Welterfolge hatten mit „I Got You“ oder „The Beat Goes On“, in den 70ern Spitzen-Einschaltquoten mit ihren Fernsehshows erzielten, all das zählt nicht mehr bei der Scheidung 1974.
Sonny sieht rot und verklagt seine Ex mehrfach auf heute umgerechnet 360 Mio. Dollar wegen angeblicher durch Chers Ausstieg verursachter Verluste. Ihr damaliger Liebhaber, David Geffen, erfolgreicher Plattenmann und späterer Inhaber einer eigenen großen Plattenfirma, wird von Sonny gleich mit auf umgerechnet 195 Millionen $ verklagt.
Sieg für Cher vor dem Gericht
Chers Rechtsanwälte stellen jedoch fest, dass Sonny 95 Prozent der Anteile von Chers Firmenimperium hält und sein Anwalt die restlichen 5 Prozent; Cher also gar nichts. Der Richter weist die Klage von Sonny zurück und spricht Cher sogar einen monatlichen Unterhalt in Höhe von 375.000 Dollar und das Aufsichtsrecht für Tochter Chastity, sowie Unterhalt für sie in Höhe von 22.500 Dollar zu. Obendrauf gibt’s eine einstweilige Verfügung, der zufolge Bono keinen Zugriff auf Chers Vermögen mehr hat. Das hat er nun davon.
Karriere in der Politik
Sonny Bono wird Schauspieler, Scientologe und Bürgermeister von Palm Springs. 1994 hat er sogar einen Sitz im amerikanischen Kongress und setzt eine Verbesserung des Urheberrechts in den USA durch, das posthum nach ihm benannt wird.
1998, als er an den Folgen eines Skiunfalls stirbt, hält seine Ex Cher eine Trauerrede, die in die Sammlung amerikanischer Rhetorik aufgenommen und in der Bibliothek des Kongresses aufbewahrt wird. Auf Sonny Bonos Grabstein steht: „The Beat Goes On“
Autorin: Bettina Exner