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Mi, 23.05.2012 | 17:44 Uhr | Jetzt läuft: ABBA - Mamma Mia

Popgeschichten

Sinead o Connor. Foto: Cover/promo

Sinéad O’Connor - Nothing Compares 2 U

Wie sich eine glatzköpfige Zicke in die Hitparaden heult.

Song gegen Liebeskummer
Die 8-jährige Sinéad kommt mit ihrer Mutter einfach nicht klar. Ständig streitet sie sich mit ihr, meistens endet es in einer Tracht Prügel. Mit 13 hält sie es einfach nicht mehr aus, sie packt heimlich ihre Sachen und zieht zum Vater. Trotzdem liebt sie ihre Mutter, aber sie kommen einfach nicht miteinander aus. Von all dem weiß der Musiker Prince nichts, als er 1984 einen Bandkollegen mit einem Abschiedssong trösten will, denn dieser hat gerade akuten Liebeskummer. Aber so richtig begeistert ist Prince nicht von seinem Lied, zu poppig für den Soulstar. Er will es Sheila E. oder einer anderen Sängerin von seinem Paisley Park Label geben.

Tragischer Unfalltod
Ein Jahr später hat es Sinéad O’Connor schon weit gebracht, obwohl sie alles tut, um nicht zu populär zu werden. Mit Glatze tritt sie auf, die kleine Sängerin mit der großen Stimme, deren Pöbeleien gefürchtet sind. Ihr Manager hört eines Tages bei einem Musikverlag die unveröffentlichte Prince-Nummer. Der routinierte Musikmann weiß sofort, dass das ein sicherer Hit ist. Er spielt das Tape der Plattenfirma vor, der Produktmanager beginnt zu heulen. Eigentlich ist der Song viel zu zart für die widerspenstige Sängerin. Am 10. Februar 1985 stirbt Sinéads Mutter bei einem Verkehrsunfall. Für eine Versöhnung ist es zu spät. Das Lied von Prince gibt ihr Trost. 

Stress mit Prince
Sinéads Tränen im Video sind echt – so heißt es. Der Song mit Träne berührt die Menschen weltweit. Nur einen nicht. Man hatte ihre musikalische Hoheit Prince nicht um Erlaubnis gefragt. Sein Lied wird ein Megahit, und so ganz ohne seine Beteiligung. Wütend lädt er Sinéad zu sich nach Hause ein, um ihr eine Standpauke zu halten. Außerdem solle sie sich in der Öffentlichkeit gefälligst besser benehmen, die Flucherei sei furchtbar. Sinéad schaut Prince mit großen Augen an und zischt nur trocken: „Fuck You“.

Prügelei mit der kleinen Majestät
Nun rastet der kleine Musiker vollkommen aus, er schüttelt die Sängerin, schubst sie im Zimmer herum. Sinéad will abhauen, aber er hält sie brutal zurück. Sie kreischt und spuckt Prince mitten ins Gesicht. Endlich lässt er sie los, und sie kann flüchten. Prince kann das so nicht auf sich sitzen lassen. Künftig spielt er den Hit bei allen Live-Konzerten, damit die Menschen erfahren, wer eigentlich für den wunderbaren Song verantwortlich ist.

Autorin: Bettina Exner

Stand vom 20.9.2011

zum Nachhören 

Audio 20.09.2011

Sinead O'Connor - Nothing Compares 2 U

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