Soundtrack für Kultfilm gesucht
Regisseur John Hughes ist stolz auf seinen neuen Film. Wie im letzten Film ist Jungschauspielerin Molly Ringwald auch beim „Breakfast Club“ dabei. Der Streifen hat das Zeug, Kult zu werden. Kult ohne Musik geht nicht, also schaut sich John Hughes in der Musikbranche um. In München trommelt ein gewisser Keith Forsey bei Giogio Moroder, kreiert mit Donna Summer den so genannten Munich-Sound, schreibt einen Song für Boney M. Bald hat Keith genug von Giorgio gelernt, außerdem ist der begabte Songschreiber als Schlagzeuger permanent unterfordert. Als Produzent von Billy Idol gehört Keith bald selbst zur ersten Garde. Mit „Hey Little Girl“ von Icehouse hat er einen weiteren Knaller produziert, mit seinem Freund Giorgio Moroder schreibt er den Titelsong für „Flashdance“
Sänger gesucht
In Amerika ist John Hughes schwer beeindruckt von dem oscargekrönten Nr. 1 Erfolg, er ruft Keith Forsey an, bittet ihn um den Soundtrack für seinen Film. Keith schaut sich während der Dreharbeiten um, spricht lange mit Molly Ringwald und den anderen am Filmset. Motiviert schreibt er mit „Don’t You (Forget About Me) einen Song, der perfekt zu der Teenie-Komödie passt. Findet auch Regisseur Hughes, aber sonst niemand. Billy Idol winkt ab, als ihn Keith bittet, das Lied aufzunehmen. Er hat selbst genug eigene Lieder komponiert. Bryan Auch Brian Ferry von Roxy Music will nicht. Wie Sauerbier bietet er seinen Song an. Keith fragt bei den Pretenders nach.
Durchbruch für die Simple Minds
Grundsätzlich findet Chrissie Hynde das Lied klasse, es passt auch zur Stimmlage der Leadsängerin. Aber sie wird in wenigen Wochen ihr Baby zur Welt bringen, da mag sie nicht mehr im Studio stehen. Bis nach der Geburt kann Regisseur John Hughes nicht warten, Chrissie schlägt ihren Ehemann vor. Aber auch Jim Kerr reagiert dickköpfig. Der Schotte will mit seinen Simple Minds nur eigene Songs aufnehmen, obwohl die einen Hit eigentlich dringend nötig hätten. In den USA kennt sie keiner, dass würde sich schlagartig ändern, meint Keith. Mit Engelszungen reden Chrissie, Keith und Regisseur John Hughes auf ihn ein, bis er endlich zustimmt und damit den Durchbruch in den USA schafft! Trotzdem hasst er das Lied bis heute, singt es nur äußerst widerwillig live.
Autorin: Bettina Exner