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Mi, 23.05.2012 | 17:33 Uhr

Popgeschichten

Albumcover von Ringo Starr. Foto: amazon

Ringo Starr - It Don't Come Easy

Wie viele Aufnahmen es braucht, bis Ringo einen Hit hat.

Endlich der eigene Herr
Als sich die Beatles 1970 nach endlosen Streitereien zwischen den Chefsongschreibern Paul und John trennen, ist Dummer Ringo Starr fast ein wenig erleichtert. Jahrelang musste er den Clown hinter dem Schlagzeug spielen, pro Album durfte er ein Lied singen, manchmal sogar ein eigenes. Allerdings liebten ihn die anderen für seine Wortspielereien, die niemals platt waren, sondern immer poetisch treffend.

Ehrfürchtig sprachen John, Paul & George von „Ringoismen“, z. B., wenn ihr Drummer nach einer anstrengenden Studiosession nachts entnervt stöhnte: „ A Hard Day’s Night“ Schon hatten sie wieder einen neuen Songtitel. Nun ist Ringo endlich sein eigener Herr. Schon lange hat er die Idee, Lieder aufzunehmen, die seine Eltern damals aufgelegt haben.

20 Versuche bis zum fertigen Song
Seinen Freund George Harrison muss er nicht lange bitten, auch Produzent George Martin ist dabei. Aus Deutschland reist Klaus Voormann mit seiner Bassgitarre an (der zeichnete das berühmte Revolver-Cover), Stephen Stills von CSN&Y nimmt am Piano Platz. Ringo spielt dafür heimlich als „Richie“ Schlagzeug auf Stephens Solo-Album. Die illustre Gesellschaft hat viel Spaß im Studio, das Album ist früher als erwartet fertig. Sie haben noch reichlich Zeit in den Abbey Road Studios, Ringo kramt ein unvollendetes Lied heraus.

In “You Gotta Pay Your Dues“ verarbeitet Ringo die Trennung von seinen Freunden, die er immer liebevoll als Brüder betrachtet hat. Nun zerrt Paul alle vor Gericht. George Harrison hilft, den Song fertig zu schreiben, er schenkt seinem Freund sämtliche Rechte an dem gemeinsamen Lied. 20-mal nehmen sie das Stück am 18. Februar auf, aber richtig zufrieden ist Ringo nicht mit dem Ergebnis. Am nächsten Tag machen sie weiter, am Ende haben sie 30 Versionen. Zwischenzeitlich hat der Song zumindest schon mal seinen endgültigen Titel. 

Den Text auf der Bühne vergessen
Die Jungs von Badfinger kommen vorbei und singen „Hare Krishna“ und „It Don’t Come Easy“ ein. In einer Version übernimmt Eric Clapton den Gitarrenpart von George Harrison, als dieser verhindert ist. „It Don’t Come Easy“ wird noch viele Male geändert, bis der Song ein Jahr später endlich erscheint. Ehrensache, dass sich Ringo bei seinem Freund George revanchiert, als dieser ein Benefiz-Konzert im Madison Square Garden in New York für die Menschen in Bangladesh auf die Beine stellt. Aber Ringo ist so aufgeregt, dass er seinen eigenen Text durcheinander bringt. Sein vermasselter Auftritt ist auf dem Live-Album „Concert For Bangladesh“ verewigt!  

Autorin: Bettina Exner

Stand vom 12.7.2011

Videos 

Video 04.06.2011

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Das Interview

radioBERLIN 88,8-Reporter Dominik Rzepka interviewt Ringo Starr live in London!

Video 04.06.2011

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With A Little Help From My Friends

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Video 04.06.2011

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