Raus aus dem Starrummel
Leicht fiel sie nicht, die Trennung von der Supergroup Genesis, schließlich ist sie sein „Baby“. Peter Gabriel hat Genesis schon als Schüler 1967 mit seinen Freunden Tony Banks und Mike Rutherford gegründet. Aber Peter fühlt sich zunehmend unwohl in dieser Hitmaschinerie aus Plattenproduktionen, Tourneen und Interviews.
Nie ist er zuhause bei seiner Frau Jill, die das erste, gemeinsame Baby erwartet. Außerdem hat Peter hat auch ganz andere Vorstellungen und Ziele als seine erfolgsverwöhnten Bandkollegen. Peter will jenseits der Hitparaden Spuren hinterlassen, die Welt mit Musik verbinden.
Entscheidung für die Familie
Schon während der erfolgreichen „The Lamb Lies Down On Broadway“-Tournee fühlt sich Peter äußerst unwohl. Als seine Frau plötzlich Probleme in der Schwangerschaft bekommt, weiß er, dass er sich entscheiden muss, obwohl Jill das gar nicht von ihm verlangt.
Er spricht mit seinen Freunden, will eine Pause einlegen. Aber die zeigen wenig Verständnis für ihn. Deshalb verlässt Peter 1975 die Band und nimmt sich eine Auszeit, um für seine Frau da zu sein. Unter dramatischen Umständen kommt schließlich Töchterchen Anna zur Welt.
Der sensible Musiker neigt zu Depressionen, er beginnt, Yoga zu lernen und joggt stundenlang alleine auf dem Solsbory Hill in Somerset, nahe der Stadt Bath in England. Dort erinnert er sich daran, wie er als Kind von zu Hause ausgerissen ist und sein Vater ihn sucht, findet und nach Hause zurück bringt.
Über all diese Gefühle aus seiner Kindheit, über die plötzliche Leere nach dem Ausstieg aus der Band und sein neues Familienleben schreibt Peter ein Lied: „Solsbury Hill“.
Peter Gabriel ist zu Hause angekommen und hat seinen ersten Solo-Hit in den Charts!
Autorin: Bettina Exner