Maler und Musiker?
Eigentlich wollte der Mann, der mit Led Zeppelin Anfang der 70er einer der meistbeschäftigten Live-Musiker war, der mit Songs wie „Whole Lotta Love“ oder „Stairway To Heaven“ große Rocksongs geschrieben hat, ein großer Maler werden. Als er jedoch mit 14 Jahren bereits Gitarre spielen kann wie ein Großer, ist er sich nicht mehr so sicher und spielt Gitarre in der Beatband Neil Christian & The Crusaders.
Keine Live-Auftritte mehr
Aber es lässt ihn auch die Malerei nicht los, und er besucht eine Kunstschule in Sutton. Eine Drüsenfieberkrankung zwingt ihn, mit Live-Auftritten aufzuhören. Aber mittlerweile sind auch andere Bands auf ihn aufmerksam geworden und engagieren ihn für Studiosessions. So kann man sein Gitarrenspiel auf frühen Studioaufnahmen der Who, der Rolling Stones oder Donovan hören.
Entscheidung für die Musik
Glücklicherweise sind die Jobs im Studio bei den Stones & Co so zahlreich, dass er sich entscheiden muss: er bricht sein Kunststudium ab. Neil Christian, bei dessen Crusaders eine Zeit lang auch Ritchie Blackmore Gitarre spielt, hat solo 1966 einen gerade mal einen Hit mit „That’s Nice“. Danach herrscht musikalische Funkstille. Dann gründet er seine erste eigene Band, die Yardbirds, mit denen er erste Charterfolge hat.
Keine Lust mehr auf die Yardbirds
Er streitet sich mit seinem zweiten Leadgitarristen Jeff Beck so lange, bis der geht. Im Herbst 1968 wird aus den New Yardbirds schließlich mit Robert Plant, John Paul Jones und John Bonham Led Zeppelin, mit denen weltweit mehr als 300 Millionen Platten verkauft werden. Jimmy Page ist die musikalisch treibende Kraft der Band, und gerade „Stairway To Heaven“ gilt in regelmäßig abgefragten Hitlisten der besten Popsongs der letzten 50 Jahre als die Nummer 1 überhaupt.
Autorin: Bettina Exner