Schauspieler und Tänzer gesucht
Der Musiker Franke Previte ist total im Stress, als sein Plattenboss anruft. Jimmy Ienner (gesprochen: Einer) wurde von einer kleinen Filmgesellschaft beauftragt, die Musik für einen Low Budget Film zusammen zu stellen. „Dirty Dancing“ soll der Tanz-Streifen heißen. Schon die Suche nach dem Hauptdarsteller gestaltet sich schwierig. Jennifer Grey, Tochter von Cabaret-Star Joel Grey, steht bereits fest, da sie schon als Kind Tanzunterricht bekam. Aber welcher gut aussehende Schauspieler kann auch passabel tanzen?
Der magische erste Satz
Patrick Swayze erweist sich als passionierter Hobbytänzer, nur leider sind sich die beiden seit gemeinsamen Dreharbeiten nicht grün. Wie soll hier ein erotisches Knistern zustande kommen? Ein emotionaler Song muss her. Und den soll ausgerechnet der gestresste Franke Previte liefern, der sich erstmal weigert. „Nimm dir die Zeit, es wird dein Leben verändern“, orakelt der Chef.
Der Choreograf Kenny Ortega, der schon dem legendären Gene Kelly moderne Tanzschritte bei „Xanadu“ beibrachte und später mit Michael Jackson arbeitet, gibt einen Mambo Rhythmus vor. Als Kenny die Demos von diversen Künstlern abhört, ist zunächst gar nichts Passendes dabei.
Der Song seines Lebens
Es gibt noch einen letzten Song auf dem Band. Der ist es: es ist Frankes Lied. Um die beiden Streithähne am Set zu versöhnen, dreht man die Schlüsselszene des Films mit der unfertigen Demoversion zuerst. Franke singt hier selbst mit einer unbekannten Duettpartnerin.
Und plötzlich springt der Funke über, die beiden vertragen sich und legen eine Tanzszene aufs Parkett, die den kleinen Low-Budget-Film überraschend zum Kassenschlager macht. Gerührt bedankt sich dann auch Franke Previte bei seinem Chef, der ihn zu seinem Glück überreden musste, als ihm ein Oscar, ein Grammy und ein Golden Globe Award für den Song seines Lebens überreicht werden!
Autorin: Bettina Exner