radioBERLIN 88,8

radioBERLIN 88,8

radioBERLIN 88,8 - Das Hauptstadtradio

Mi, 23.05.2012 | 15:25 Uhr | Jetzt läuft: Roy Orbison - You Got It

Popgeschichten

Barry Manilow. Foto: dpa-Bildfunk

Barry Manilow - Mandy

Wie Barry Manilow durch „Brandy“ zu seiner „Mandy“ kam.

Werbejingels und TV-Shows
Barry Manilow, Sohn eines jüdischen Vaters und einer irischen Mutter, hat früh mit Musicalregisseurin zusammen gearbeitet. Gutes Geld verdient er in 60er Jahren als Jingle-Komponist für Pepsi, Dr. Pepper, McDonalds, Kentucky Fried Chicken u.v.a. Wie man sieht, er hat auch immer gleich die direkte Konkurrenz mit Songs versorgt. Durch Ed Sullivan’s „Late Night Show“, in der er Dirigent und Arrangeur der Musik ist, kennt ihn bald jedes Kind in den USA.

Fremdes Stück auf eigenem Album
Er produziert in den 70ern die ersten Alben von Bette Midler. Hier ist auch sein späterer Hit „Could It Be The Magic“ erstmals von Bette Midler zu hören. Der berühmte Arista-Plattenboss Clive Davis entdeckt Manilow für sein Label. Er ist es, der Barry überredet, eine Fremdkomposition auf sein Album „Manilow II“ zu nehmen. Das Orginal stammt von dem in New York geborenen Sänger und Komponisten Scott English. Für Eric Burdon & die Animals hat er 1967 „Help Me Girl“ geschrieben.

Im selben Jahr produziert er mit Jeff Beck „Hi Ho Silver Lining“. 1968 hat er an dem Hit der amerikanischen Band American Breed mitgeschrieben. Später haben die Amen Corner auch in England damit Erfolg.  1971 produziert er das Debütalbum von Thin Lizzy und landet selbst einen Hit in England mit dem Original von „Mandy“, die damals noch Brandy heißt.

Beim Grand Prix aufs Treppchen
Was auf den ersten Blick wie ein Werbesong für ein alkoholisches Getränk klingt, ist auch hier schon eine Liebeserklärung an ein Mädchen namens Brandy. Es bleibt bei diesem einen eigenen Hit für Scott English. Aber er bleibt als Produzent und Komponist aktiv und belegt beim Eurovision Song Contest 1998 mit Sängerin Imaani und dem Titel „Where Are You?“ - nach Dana International – sogar den 2. Platz für Groß Britannien.

Dauergast in Vegas
Aber allein die weltweiten Einnahmen für „Mandy“ werden Scott English – Jahrgang 1943 – auch weiterhin ein angenehmes Leben möglich machen. Dank Barry Manilow, der das Lied eigentlich gar nicht singen wollte, und es noch heute an 5 Tagen der Woche auf der Bühne in Las Vegas singt.

Autorin: Bettina Exner

Stand vom 29.10.2011

weitere Popgeschichten 

John Lennon - Cover

John Lennon - Mother

Der Verlust der Eltern hinterlässt tiefe Spuren in der Seele, die ein Leben lang bleiben. In dieser Popgeschichte: Wie John Lennon sich einen Hit von der Seele schreit.


_mehr

Jefferson Airplane PLattencover; Foto: promo

Jefferson Airplane - Somebody To Love

Wie die eiskalte Grace Slicks Bands und Betten wechselt.
_mehr

plattencover ringo starr. foto: amazon

Ringo Starr - Back Off Boogaloo

Wie sich der exzentrische Schlagzeuger der Beatles hinter der Kamera als Filmregisseur versucht.
_mehr

Podcast 

Popgeschichten

Die großen und kleinen Geschichten aus der Welt der Stars und Sternchen der Popmusik. Jeden Tag neu auf radioBERLIN 88,8!
_mehr

Archiv 

Popgeschichten A-Z

Lust auf mehr Popgeschichten? Dann stöbern Sie doch mal in unserem Archiv! 
_mehr