Crazy Michael
Barbra Streisand und Barry Gibb stockt der Atem, als sie im November 2002 die TV-Bilder aus Berlin sieht. Michael Jackson – anlässlich der Bambi-Verleihung in der Stadt – hält seinen jüngsten Sohn, Blanket, aus dem Fenster des Adlon-Hotels, um ihn stolz den kreischenden Fans zu präsentieren.
Nach dem Medienrummel um diese Szene holt Barry seinen Freund Michael nach Miami, damit er seine Ruhe vor der Pressemeute hat. Sie unterhalten sich über die Irak-Krise. Vereint im Hass gegen Kriege, schreiben sie gemeinsam ein Lied gegen die Pläne der USA.
Der Fall eines Superstars
Zu einer Veröffentlichung kommt es nicht, denn im Januar 2003 wird Michael Jackson erneut wegen Kindesmissbrauchs angezeigt. Wieder wird Michaels Leben durchleuchtet und durch die Presse geschleift. Wieder endet der Prozess mit einem Freispruch.
Doch Michael selbst ist darüber zerbrochen. Bleich und abgemagert steht er wenig später am Grab von Maurice Gibb, der plötzlich wegen Magenproblemen im Krankenhaus behandelt an einem Herzinfarkt stirbt. Diesmal ist es Michael, der seinen Freund Barry tröstet.
Verlust des einzigen Freundes im Showgeschäft
Als Michael Jackson 2009 stirbt, ist Barry Gibb untröstlich: „Michael war mein Freund, der einzige Künstler aus dem Plattengeschäft, den ich wirklich kannte, und der mich wirklich kannte. Er war der Patenonkel für meinen Sohn Michael. Wir haben ein liebes Mitglied unserer Familie verloren, wir sind am Boden zerstört.
Michael wird für immer in unseren Herzen leben.“ Erst im Juli 2011 veröffentlicht Barry Gibb das Antikriegslied auf seiner Homepage, in Erinnerung an den großen Musiker und besten Freund Michael Jackson. Aufgenommen in dem selben Studio, in dem Barry Gibb 1980 das großartige Album „Guilty“ mit Barbra Streisand aufgenommen hat.
Autorin: Bettina Exner