Londonbeat (Quelle: imago/Horst Galuschka)
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- Londonbeat - I've Been Thinking About

Wie Jimmy Helms beweist, dass man auch mit 50 noch als Pop-Newcomer durchgehen kann.

Was nun?
Mit Mitte 40 ist Jimmy Helms zu alt für eine Popstar-Karriere. Um sich über Wasser zu halten, singt er Jingles für britische Radiosender ein.

Eigentlich hatte alles gut begonnen, 1973 mit dem Top-10-Hit "Gonna Make You an Offer You Can't Refuse", aber Jimmy verschwindet als "One-Hit-Wonder" in der Versenkung.

Danach bucht man ihn nur manchmal als Background-Sänger für Madness oder Deacon Blue. Die Uhr tickt und so erbarmt sich Ex-Beatle George Harrison und lässt 1985 Jimmy ein paar Songs auf seinem Soundtrack zum Film "Water" singen. Doch der Film floppt und wieder wird’s nichts mit einem Hit für Jimmy Helms.

Auch seine Kollegen, die Musiker Jimmy Chambers und George Chandler, gehen stempeln. Nur ab und an unterstützen sie Paul Young bei einer Aufnahme. Doch die Herren im besten Alter wollen es nochmal wissen.

Eine solide Rente
Jimmy schreibt Lieder für ihr Trio. Sie nennen sich Londonbeat und verschicken ein paar Demos. Eins davon landet bei Dave Stewart auf dem Tisch, dem einstigen Kopf der Eurythmics. Der hat inzwischen ein eigenes Label gegründet und schaut sich nach geeigneten Künstlern um.

Stewart hört sich das Demoband an. Londonbeat? Nie gehört. Bei "I've Been Thinking About You" bleibt er hängen. Toller Song, er lädt das Trio zu sich ein und nimmt die Männer unter Vertrag. Aber er will erst andere Songs veröffentlichen, um sie bekannter zu machen.

Jimmy Helms wird nervös, während die ersten Singles floppen. Wird das nun wieder nichts mit der Karriere?

Aber kurz vor seinem 50. Geburtstag passiert das Wunder: "I've been thinking about you" geht fast weltweit in die Charts und sichert Jimmy Helms bis heute eine solide Rente.

Beitrag von Bettina Exner / Heiner Knapp

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