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- Dire Straits – Sultans of Swing

Wie aus einer "finanziellen Notlage" eine der erfolgreichsten britischen Popbands wird.

Die "Frischlinge" machen es gut
1977 zieht Mark Knopfler mit seinem jüngeren Bruder David in eine Sozialwohnung in Deptford. Er arbeitet als Lehrer, David ist Sozialarbeiter und befreundet mit John Illsley, der Sozialwissenschaften studiert und abends Gitarre spielt. Der Drummer Pick Withers wird ebenfalls einquartiert; er ist der einzige, der schon als Profimusiker bei Dave Edmunds und Gerry Rafferty ausgeholfen hat.

Nach einem britischen Kult-Motorrad nennen sie sich Cafe Racers. Da ihre eigene Wohnung zu klein ist, dürfen sie bei der Band Lindisfarne in der Küche proben. Die finden gut, was die "Frischlinge" zu Gehör bringen.

"Nur den Bandnamen solltet Ihr ändern!" meinen sie, denn die Rocker, die das Cafe Racer in den 60er Jahren fuhren, hörten nur waschechten Rock 'n' Roll. "In Anbetracht eurer finanziellen Notlage solltet ihr euch Dire Straits nennen", lästern die Profis. "Dire straits" bedeutet übersetzt schwere Zeiten.

Schwere Zeiten
Im Sommer 1977 trauen sich Mark und seine Jungs zum ersten Mal in die Öffentlichkeit. Und weil sie bei den Clubs abblitzen, bauen sie am 9. Juli ihr spärliches Equipment hinter ihrem Wohnhaus auf der Wiese auf, wo sie für eine Handvoll Leute spielen. Danach dürfen sie im Broadway Queen Club auftreten, aber da hören auch nur 18 Leute zu, 9 davon sind ihre Freunde.

Trotzdem lädt man sie in den Rock Garden ein, wo coole Bands wie die Stranglers spielen. Sie kratzen 120 Pfund zusammen, um ein Demo-Tape aufzunehmen. Damit stiefelt Mark Knopfler zur Plattenfirma. Dort hört man kurz in das Band hinein, dann schüttelt man den Kopf.

Sie gehen zur BBC, wo sie den DJ Charlie Gillett um Rat fragen wollen. Der will sich die Songs in Ruhe anhören. Aber als sie abends das Radio einschalten, um seine "Honky Tonk – Radioshow" zu hören, läuft plötzlich ihr "Sultans of Swing". Und plötzlich klopfen alle großen Firmen an die Tür und die Dire Straits, die schweren Zeiten, haben ein Ende.  

Beitrag von Bettina Exner / Heiner Knapp

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