SuperHeavy - SuperHeavy
Joss Stone, Dave Stewart, Damian Marley, und Stones-Sänger Mick Jagger: Das sind die Zutaten der neuesten Superband im Rockbuisness.
Stelldichein der Superstars
Erst war es nur ein Gerücht, dann die Sensations-Meldung: Mick Jagger hat eine neue Band! Eine sogenannte Super-Group, die er auch tatsächlich “SUPER HEAVY“ nennt. Das klingt zumindest super interessant, denn die Namen der anderen Bandmitglieder sind auch alle schillernd und vielversprechend: Joss Stone, das britische Blues-Rock Stimm-Wunderkind, Dave Stewart, ehemaliger Eurythmics-Mastermind neben Annie Lennox und seither unter eigenem Namen und als Produzent für andere extrem umtriebig, Damian Marley, der jüngste Sohn der Reggae-Legende Bob Marley und A. R. Rahman, indischer Bollywood-Filmkomponist, der für die Musik zu “Slumdog Millionaire“ zwei Oscars und zwei Grammys bekommen hat.
Wie klingts?
Das Ergebnis: Rock’n Roll meets Bollywood auf Jamaica oder auch: multinationaler Fusion-Pop, der überwiegend auf locker groovender Reggae- Basis daherkommt, mal rockt es richtig los, dann wird es sphärisch, soundtrack-mäßig exotisch und wieder abgefahren elektronisch. Die drei markanten Stimmen von Jagger, Stone und Marley klingen sehr gut zusammen - im Duett, als Trio oder auch gegeneinander; originell, wenn Damian Marley beim toasten als kleine Referenz an Dave Stewart mal ein paar Eurythmics-Zeilen zitiert, fast schon zu heavy wird es, wenn sich die Blues-Röhre Joss Stone mit dem Ober-Stone Mick Jagger gesanglich duelliert, denn beide neigen ja auch einzeln schon zu Übertreibungen.
Wer mags?
Also manchmal etwas dick aufgetragen, aber das Unternehmen war ja schon im Titel nicht gerade auf Bescheidenheit ausgelegt. SUPERHEAVY, die neue Band von Mick Jagger mit ihrer ersten CD ist nicht nur was für Stones-Fans. Auch Reggae- und vor allem Joss Stone-Fans kommen auf ihre Kosten. Es gibt ein paar wirklich tolle Songs, der Sound ist angenehm aufregend und abwechslungsreich, bewegt sich irgendwo zwischen Vertrautheit und Abenteuer.
Fazit
SUPERHEAVY klingt insgesamt spannender als alles, was die Stones seit “Start Me Up“ vor 20 Jahren rausgebracht haben oder was Mick Jagger nach “She’s The Boss“ auf seinen Solo-Scheiben gemacht hat.
Autor: radioBERLIN 88,8-Musikredakteur Andreas Vick
Titelliste
1. Superheavy
2. Unbelievable
3. Miracle Worker
4. Energy
5. Satyameva Jayathe
6. One Day One Night
7. Never Gonna Change
8. Beautiful People
9. Rock Me Gently
10. I Can't Take It No More
11. I Don't Mind
12. World Keeps Turning